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Frankfurt: Die Ringstraßenbahn kommt später

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Von: Florian Leclerc

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Die Linie 21 soll dereinst auf der Ringstraßenbahn fahren. Foto: Rolf Oeser
Die Linie 21 soll dereinst auf der Ringstraßenbahn fahren. © Rolf Oeser

Das Verkehrsdezernat sieht einen Bau der Ringstraßenbahn zwischen Ginnheim und Friedberger Warte ab 2028 vor.

Sieben Jahre ist es her, da hat Stefan Majer (Grüne), der schon damals Verkehrsdezernent war, eine Machbarkeitsstudie von SHP-Ingenieure zur Ringstraßenbahn vorgestellt. Was klingt wie ein Straßenbahnring, ist eigentlich eine Neubaustrecke auf etwa 4,5 Kilometern zwischen Bahnhof Ginnheim und der Friedberger Warte. Die Kosten wurden damals mit 17,7 Millionen Euro angegeben. Der Beschluss der Stadtverordneten, eine Ringstraßenbahn zu verfolgen, geht sogar auf das Jahr 2005 zurück.

In der Verkehrsplanung sind 17 Jahre allerdings keine lange Zeit – und so wird die Ringstraßenbahn, auf der die Linie 21 unterwegs sein soll, sobald nicht in Betrieb gehen. Bis Sommer oder Herbst sollen die Stadtverordneten nach Zeitplan des Verkehrsdezernats die Vorplanung, die im Mobilitätsausschuss vorgestellt wurde, beschließen. Eine Mittelfreigabe und eine Nutzen-Kosten-Untersuchung sollen bis 2024 folgen. Das Planfeststellungsverfahren wäre dann 2025 bis 2026. Circa 2027 würden die Stadtverordneten den Bau beschließen; die Ausschreibung wäre 2027 oder 2028. Dann müsste nur noch gebaut werden. Bis Ende des Jahrzehnts würde die erste Tram fahren.

„Ich verstehe gar nicht, warum das so lange dauert, schließlich liegen die Pläne fertig in der Schublade“, sagte Frank Nagel (CDU), der verkehrspolitische Sprecher seiner Fraktion, am Montagabend im Ausschuss. Offen sei nur, wie die Verknüpfungshaltestelle zur geplanten U-Bahn-Station Bundesbank angeordnet werden soll. Die U-Bahn-Station Bundesbank soll im Zuge des Lückenschlusses der U4 zwischen Bockenheim und Ginnheim gebaut werden.

Der Streckenverlauf der Ringstraßenbahn ist laut Verkehrsdezernat von der Straßenbahnhaltestelle in Ginnheim an der Ginnheimer Landstraße über Wilhelm-Epstein-Straße, Ernst-Schwendler-Straße, Am Dornbusch, Marbachweg, Homburger Landstraße zur Friedberger Warte. Vorgesehen sind zehn Haltestellen, von denen zwei optional seien: Markus-Krankenhaus, die umgebaut werden soll, Am Eisernen Schlag (optional), die Verknüpfungshaltestelle zur U-Bahn, Deutsche Bundesbank, Platenstraße, Dornbusch, Kaiser-Sigmund-Straße, Marbachweg/Sozialzentrum, Gießener Straße und Wetzlarer Straße (optional). Mit Ausnahme der Station Marbachweg/Sozialzentrum sollen an allen Haltestellen auch Busse halten können. 165 Bäume sollen in der Summe hinzukommen, 201 Pkw-Stellplätze fallen den Angaben zufolge weg. Der Radentscheid soll bei der Planung berücksichtigt werden. Geführt wird die Tram gemeinsam mit dem Kfz-Verkehr, außer zwischen Eckenheimer Landstraße und Gießener Straße – dort mit der U5 – und auf eigenem Gleiskörper an der Haltestelle Gießener Straße und an der Ginnheimer Landstraße.

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