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Freitagabend auf dem Friedberger Platz in Frankfurt: kein Abstandhalten.
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Freitagabend auf dem Friedberger Platz in Frankfurt: kein Abstandhalten.

Interview

„Die Leute wollen feiern und lassen sich nicht aufhalten“: Hotspots für illegale Partys in Frankfurt

  • Oliver Teutsch
    VonOliver Teutsch
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Matthias Heinrich, Leiter der Frankfurter Stadtpolizei, spricht über die Auswirkungen der Verordnung zum Opernplatz und Party-Hotspots in Frankfurt.

  • Matthias Heinrich, Leiter der Frankfurter Stadtpolizei im Interview.
  • Die Lage auf dem Opernplatz in Frankfurt hat sich beruhigt.
  • Weitere Party-Hotspots in der Frankfurter Innenstadt werden zur Herausforderung für die Polizei.

Frankfurt – Matthias Heinrich ist seit 2007 Leiter der Frankfurter Stadtpolizei. Der Leitende Magistratsdirektor war vorher Polizeibeamter bei der Landespolizei.

Frankfurt Opernplatz: Lage beruhigt sich

Hat sich die Allgemeinverfügung auf dem Opernplatz aus Sicht der Stadtpolizei gelohnt?

Auf jeden Fall. Es ist deutlich ruhiger und sauberer auf dem Opernplatz geworden.

Aber doch vor allem, weil die Menschen das betreute Feiern abschreckt.

Es ist auch eine ganz andere Klientel als vorher. Die Menschen, die von weit weg angereist sind, fehlen, aber auch diejenigen, die im Schutz der Masse für Unruhe sorgen wollten, bleiben weg.

Frankfurt: Neue Party-Hotspots in der Stadt

Hat sich das Partygeschehen auch verlagert?

Wir haben neue Hotspots entdeckt, zum Beispiel auf der Freßgass. Da gibt es Gastronomen, die es mit den Hygieneverordnungen nicht so genau nehmen, und wo sich 40 Leute ohne Mundschutz an einer kleinen Bar drängeln.

Welche weiteren Hotspots gibt es?

Zum Beispiel die Kleinmarkthalle. Da waren zuletzt am Samstag auch 500 Menschen und es wird viel Alkohol getrunken. Viele nutzen die angrenzenden Höfe als Toiletten.

Wie lange geht das dort?

Das fängt gegen 11, 12 Uhr an und geht bis etwa 19 Uhr.

Freitagabend auf dem Luisenplatz in Frankfurt: voll.

Da haben die Anwohner andernorts länger unter der Lärmbelästigung zu leiden, etwa auf dem Luisenplatz.

Der Luisenplatz ist in der Tat ein richtiger Hotspot, vor allem freitags, wenn die Menschen vom Friedberger Platz rüberkommen. Da hatten wir schon 400 Menschen auf dem kleinen Platz und die Beschwerdelage der Anwohner ist sehr hoch. Der Friedberger Platz selbst ist schon wieder wie zu Zeiten vor Corona. Da sind 1000 Menschen und das Weggehen vom Platz wird immer mehr verweigert.

Gibt es weitere Hotspots?

Am Matthias-Beltz-Platz sind freitags auch 100 bis 150 Menschen, auch auf dem Martin-Luther-Platz kommen teilweise fast 100 Menschen zusammen. Es gibt auch kleine Hotspots, die dann wieder verschwinden. Der Buchrainplatz in Oberrad zum Beispiel, aber auch mal eine Hip-Hop-Party im Wohngebiet. Die Leute wollen einfach feiern und lassen sich nicht aufhalten.

Erhoffen Sie sich eine Entlastung von den Kultursommergärten?

Eine Veranstaltung wie die Kultursommergärten könnte die Stadtpolizei des Ordnungsamts entlasten. Hier wäre Feiern in vernünftigem Rahmen möglich. Wir müssen auch an die 90 bis 95 Prozent denken, die ruhig und vernünftig sind und Spaß haben wollen.

Wie ist die personelle Belastung?

Ich bin froh, dass wir das Personal für Kontrollen an Wochenenden und nach 22 Uhr zusammenbekommen. Die uniformierten Kollegen der regionalen Dienstgruppe machen das freiwillig. Aber wir können dadurch nur ein kleines Kontingent stellen und die Leute fehlen dann natürlich an anderen Tagen und für andere Aufgaben. (Interview: Oliver Teutsch)

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