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Frankfurt: Die Dippemess ist zurück

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Am Freitag geht’s los. Die Fahrgeschäfte werden derzeit noch aufgebaut.
Am Freitag geht’s los. Die Fahrgeschäfte werden derzeit noch aufgebaut. © Renate Hoyer

Frankfurts größtes Volksfest eröffnet am Freitag. Auf eine Maskenpflicht wird verzichtet.

Die Freude bei allen Beteiligten ist groß. Seit zwei Jahren konnte die Frankfurter Dippemess nicht mehr wie gewohnt stattfinden, doch nun ist es wieder so weit. Am kommenden Freitag, darf sie mit etwa 120 Schaustellenden für schätzungsweise 750 000 Besucher:innen öffnen.

Auch in diesem Frühjahr war lange nicht klar, in welchem Rahmen die Dippemess veranstaltet werden könne, sagt Thomas Feda, Geschäftsführer der Tourismus+Congress GmbH. Erst seit dem 2. April steht fest, dass die Dippemess ohne Einschränkungen stattfinden kann, diese späte Entscheidung erschwerte die langfristige Planung. Das bestätigt auch Thomas Roie, Vorstand des Schaustellerverbandes Frankfurt. Er sei außerdem besonders dankbar, dass bei der Dippemess hauptsächlich mobile Anlagen benutzt würden, die schnell auf das Festgelände transportiert werden könnten.

Dippemess

Das Volksfest findet auf dem Festplatz am Ratsweg (U-Bahn: Eissporthalle/Festplatz) statt. Es beginnt am 8. April und endet am 1. Mai.


Die Öffnungszeiten sind dienstags bis donnerstags von 15–22 Uhr, freitags und samstags von 14–24 Uhr und sonntags von 12–23 Uhr. Am Osterwochenende gelten abweichende Öffnungszeiten.

https://www.frankfurt-tourismus.de

Die Veranstalter:innen betonen ihre regelmäßige Abstimmung mit dem Gesundheitsamt, das besonders das Tragen der Maske als sinnvolle Hygienemaßnahme sieht. Die Dippemess verlässt sich auf die Eigenverantwortung der Besucher:innen und spricht lediglich eine Maskenempfehlung aus, auf die bunte Schilder am Rande der Geschäfte aufmerksam machen. Einige pandemiebedingte Ausfälle gibt es dann aber doch zu beklagen. Die Dippemess wird in diesem Frühling auf das sonst so beliebte Festzelt verzichten. Als Ersatz wird ein Biergarten aufgebaut.

Auch die aktuellen Entwicklungen in der Ukraine bereiten Sorge. „Der Ukraine-Krieg überschattet natürlich die Atmosphäre“, sagt Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD) beim Presserundgang am Dienstagmorgen. Gerade deswegen sei es so wichtig, die Dippemess als Ort der Freude, Ablenkung und Unbeschwertheit anbieten zu können. Doch einfach ist das nicht. Die Tankpreise für die Belieferung der Fahrgeschäfte, die teils mit 15 Schwertransportern angeliefert werden müssen, seien gigantisch, beklagt Thomas Roie. Und auch die Materialbeschaffung sei problematisch, es mangele an Frittierfett und Mehl für die beliebten Stände. Trotzdem werde nicht mit einer Preiserhöhung der Fahrgeschäfte und Köstlichkeiten gerechnet, der Besuch solle weiterhin für alle möglich sein.

Beim Begehen des Festplatzes am Ratsweg fällt auf, dass auch die Besitzer:innen der Stände und Fahrgeschäfte sichtlich stolz sind, am Freitag ihre Attraktionen präsentieren zu können. Sogar ein Bewerber für das Guinnessbuch der Rekorde ist dabei: die größte mobile Geisterbahn weltweit, die bei der Dippemess bereits Tradition hat und damit wirbt, jeden Gruselfan mit einem individuell angepassten Schock zu erschrecken.

Neben der großen Vorfreude, die alle Beteiligten über die Wiedereröffnung empfinden, muss in diesem Jahr allerdings auf den traditionellen Kinder- und Familientag verzichtet werden. An begeisterten Besucher:innen wird es wahrscheinlich trotzdem nicht mangeln.

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