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Markus Fein, Intendant der Alten Oper.
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Markus Fein, Intendant der Alten Oper.

Kultur in Frankfurt

Frankfurt: Die Alte Oper lädt ein

  • Anja Laud
    vonAnja Laud
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Die Alte Oper in Frankfurt legt das Programm für die Saison 2021/22 liegt vor.

Die Alte Oper in Frankfurt verbreitet auf 199 Seiten Optimismus. So dick ist das Programmbuch, das Markus Fein, der neue Intendant des Hauses, gestern für die Saison 2021/22 vorgelegt hat. „Das Impftempo nimmt an Fahrt auf. Wir sind zuversichtlich, dass wir den Betrieb im August/September wieder aufnehmen können“, sagte er.

Den Optimismus Feins teilt Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD), Aufsichtratsvorsitzender der Alten Oper. Die anstehende Bundestagswahl im Herbst werde für genügend Druck sorgen, dass „maximal geimpft“ werde, sagte er bei der Programmvorstellung. Außerdem sei das bereits im vergangenen Herbst erprobte Hygienekonzept der Alten Oper „ausgeklügelt“.

Alle Besucherinnen und Besucher müssen Masken tragen und einem festgelegten Wegeleitsystem folgen. „Falls die Abstandregeln auch mit Beginn der neuen Saison noch Bestand haben, werden die Plätze im Saal vorsorglich im Schachbrettmuster vergeben“, sagte der Intendant. Das heißt, die Plätze neben, vor und hinter einem besetzten Stuhl bleiben frei. Und für Ende August ist die Öffnung eines Testzentrums in der Alten Oper geplant.

Alte Oper

Der Kartenvorverkauf für die Saison 2021/22 beginnt am Montag, 26. April. Karten sind online über die Homepage der Alten Oper oder die Tickethotline 069/1340 400 erhältlich.

Die Spielzeit beginnt am Samstag, 28. August, mit einem Konzerttag für Kinder und Erwachsene. Anlass ist das 40-jährige Bestehen des Hauses. Louie’s Cage Percussion gibt von 15 Uhr an ein Familienkonzert. Das hr-Sinfonieorchester spielt von 19 Uhr an u. a. eine Auftragskomposition der Alten Oper des Komponisten Albert Schnelzer. Um 21.30 Uhr schließt sich ein Jazzkonzert an. Der Eintritt zu Familien- und Jazzkonzert ist frei.

Das bei Kindern und Jugendlichen beliebte Pegasus-Programm mit allen Veranstaltungen erscheint am 30. Juni. Der Vorverkauf für Familien beginnt am 7. Juli, 9 Uhr, für Kindertagesstätten einen Tag später. lad

www.alteoper.de

Fein hofft, dass alle diese Maßnahmen es möglich machen, dass die Alte Oper in der kommenden Spielzeit über kurz oder lang die Besucherzahl nicht mehr beschränken muss, schon aus wirtschaftlichen Gründen. Die Corona-Pandemie hat dem Haus schwer zugesetzt. Die Zahl der Veranstaltungen ging 2020 von 445 im Vorjahr auf 199 zurück. Nur knapp 143 000 Besucherinnen und Besucher kamen ins Haus, 2019 waren es 450 000 gewesen, ein Rückgang um satte 68 Prozent. Das schlug sich natürlich auch bei den Erlösen nieder. Nur etwa 5,9 Millionen Euro nahm die Alte Oper 2020 durch Kartenverkauf, Vermietungen von Räumlichkeiten, Fördermittel der Gesellschaft der Freunde des Hauses sowie Spenden und Sponsoring ein. 2019 waren es 13,7 Millionen Euro gewesen, ein Rückgang um 57 Prozent.

„Frankfurt bekennt sich nachdrücklich zur Alten Oper“, sagte OB Feldmann. Die Stadt schoss im vergangenen Jahr rund 7,5 Millionen Euro zu deren Spielbetrieb zu, 2019 waren es etwa 7,3 Millionen Euro gewesen.

Kulturdezernentin Ina Hartwig (SPD) lobte das Programm der ersten Spielzeit, die der neue Intendant zu verantworten hat. „Es erzählt viel mehr von Innovation, Aufbruchsstimmung und Tatendrang als von Einschränkungen und Hindernissen. Lassen wir uns von diesem Optimismus mittragen“, sagte sie.

Eines der wichtigsten Leitmotive der kommenden Saison wird die Auseinandersetzung mit Frankfurt sein. „Fratopia“ ist beispielsweise ein Festival überschrieben, das von 22. September bis 1. Oktober Musik verschiedenster Genres mit aktuellen Fragestellungen nach der Zukunft Frankfurts verbindet. Und die Alte Oper macht Menschen spezielle Angebote, die sich sonst nicht in Konzertsäle trauen. „Hereinspaziert“ heißt ein Einsteigerpaket, das zu vier prominent besetzten Orchesterkonzerten Einführungen bietet. Und im „Enthusiastenorchester“, einem Mitmachprojekt, dürfen Laien im Orchesterverband musizieren.

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