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Auf der Schloßstraße testet die Stadt neue Regeln. Rolf Oeser
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Auf der Schloßstraße testet die Stadt neue Regeln. Rolf Oeser

Mobilität

Frankfurt: Dichtes Überholen auf der Schloßstraße

  • Florian Leclerc
    VonFlorian Leclerc
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In der Schloßstraße im Frankfurter Stadtteil Bockenheim verbietet ein Schild dem Kfz-Verkehr, einspurige Fahrzeuge wie Fahrräder zu überholen. Tun sie trotzdem. Ist eine Markierung die Lösung?

In der Schloßstraße in Bockenheim gibt es seit November vergangenen Jahres eine ganz besondere Situation. Autos und Lastwagen dürfen Fahrräder und Mopeds nicht mehr überholen. Fahrräder sollen auf der Straße fahren. Es gilt Tempo 30.

Das Überholverbot von einspurigen Fahrzeugen regelt das Verkehrsschild VZ277.1. Es wurde damals neu eingeführt. Im Bewusstsein aller Autofahrerinnen und Autofahrer ist es bis heute nicht angekommen. Wer Rad fährt, wird an den Rand gedrängt und mit weniger als 1,5 Meter Abstand überholt, beklagt der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) in Frankfurt.

Die sogenannte Türzone, die mit einem schmalen Sicherheitsstreifen abgegrenzt ist, wurde von der Stadt nun mit liegenden Kreuzen markiert. Damit Menschen, die am Verkehr teilnehmen, sie nicht mit einem Radweg verwechseln.

„Zufrieden sind wir mit der Situation nicht“, sagte Ansgar Hegerfeld vom ADFC. „Ich glaube nicht, dass die neuen Markierungen das Problem komplett lösen werden.“

Schloßstraße: „Verkehrsregelung ist eindeutig“

Und tatsächlich: Beim Selbstversuch auf der Schloßstraße fahren weiterhin Autos sehr dicht am Radfahrer vorbei. Eine Radfahrerin überholt die Fahrzeuge, die wegen dichten Verkehrs stehen bleiben müssen, rechts und weicht dafür in die Türzone aus.

Bis Herbst galt auf der Schloßstraße zwischen Adalbertstraße und Rödelheimer Straße noch Tempo 50. Ein Radweg war durch eine durchgezogene Linie vom Autoverkehr getrennt. Der Radweg lag zum großen Teil in der Türzone der parkenden Autos. Mit der neuen Regelung wollte die Stadt die Situation entschärfen.

„Wir würden diese Verkehrsregelung gerne an weiteren Straßen anwenden, die zu eng für eine Kfz-Spur und einen Radweg sind“, sagte Joachim Hochstein, der Leiter des Radfahrbüros im Straßenverkehrsamt. Die städtische Verkehrspolizei kontrolliere die Situation bisweilen. Mit den liegenden Kreuzen werde versucht, die Türzone als solche kenntlich zu machen.

Andere Städte hätten bislang auch keine besseren Erfahrungen mit dem neuen Verkehrsschild gemacht, sagte er. „Dabei ist die Verkehrsregelung doch eindeutig.“ Er hofft, dass sich das mit der Zeit in den Köpfen der Menschen einprägen wird.

Vielleicht hilft der Blick nach Offenbach. Als dort 2018 neue Fahrradstraßen eingeführt wurden, stellte die Stadt Bauzäune mit großen Plakaten auf. Damit alle sahen und erklärt bekamen, was es damit auf sich hat.

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