Blick nach Frankfurt

Schutz für Frankfurts Schulen

  • Sandra Busch
    vonSandra Busch
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Die Dezernenten Weber und Majer haben ein Schutzkonzept für die Wiedereröffnung der Frankfurter Schulen im Regelbetrieb vorgelegt. Die Regelung der Landesregierung zur Maskenpflicht geht ihnen nicht weit genug.

Maske auf im Klassenraum – oder nicht? Für Frankfurts Bildungsdezernentin Sylvia Weber (SPD) und Gesundheitsdezernent Stefan Majer (Grüne) geht die Regelung der Landesregierung zur Maskenpflicht im Schulgebäude nicht weit genug. Diese schreibt zwar das Tragen einer Maske im Schulgebäude und auf dem -gelände vor, nicht aber im Klassenzimmer. „Ein gut durchlüfteter Flur ist weniger risikobehaftet als ein Klassenraum, in dem die Schüler und Schülerinnen dicht gedrängt sitzen und die Fenster nicht geöffnet werden können“, sagt Weber. Es solle daher keine generelle Befreiung von der Maskenpflicht im Unterricht geben.

Für Weber spricht nichts dagegen, die Maske abzunehmen, wenn in einem Klassenraum Abstand gehalten werden kann, alle auf ihren Plätzen sitzen und man dauerhaft lüften kann – nicht nur in den Pausen. „Dies sollten die Lehrkräfte in der jeweiligen Situation entscheiden können“, sagt Weber.

In der ersten Schulwoche erhalten die Schulen von der Stadt Frankfurt für jede Schülerin und jeden Schüler zwei Mund-Nasen-Bedeckungen. Auch sollen allen Beschäftigten an Schulen, in Kitas und in der Kindertagespflege Tests angeboten werden. Das Land ermöglicht zwar ebenfalls Tests, „aber das Angebot erreicht nicht alle an den Schulen Beschäftigten“, sagt Majer. Es gilt nur für Landesbedienstete wie etwa Lehrerinnen und Lehrer. Die Stadt will auch anderen, die Kontakt zu Schülerinnen und Schülern haben, einen Test ermöglichen: Sekretariats- und Hauswirtschaftsangestellten, Schulhausverwaltern und Beschäftigten in Jugendhilfe und Ganztag.

Flyer mit allen wichtigen Informationen

Gesundheitsamt und Stadtschulamt haben gemeinsam einen Flyer mit allen wichtigen Informationen zum Schul- und Kitabesuch unter Corona-Bedingungen erarbeitet. Er enthält Regeln und Kontaktadressen, es geht ums Vorgehen bei einem Corona-Fall in der Einrichtung, um Schnupfen, Reiserückkehrer und Hygieneempfehlungen. Der Flyer wurde an die Schulen und Kitas verschickt und wird nächste Woche an alle Eltern verteilt.

Information und Aufklärung wie durch die Flyer, Prävention durch eine weitgehende Maskenpflicht und regelmäßige Testung aller Beschäftigten – mit diesem Konzept sehen die Dezernenten der Wiedereröffnung der Schulen im Regelbetrieb zuversichtlich entgegen. „Auch in den kommenden Wochen werden wir gemeinsam weiter daran arbeiten, den Gesundheitsschutz für alle Kinder und Erwachsenen in unseren Bildungseinrichtungen sicherzustellen“, sagt Weber. „Dabei muss es unser aller Ziel sein, durch vorbeugende Maßnahmen die erneute Schließung von Kitas und Schulen möglichst zu vermeiden.“

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