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Frankfurt: Deutsche Bank baut massiv Büroraum ab

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Von: Christoph Manus

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Die Deutsche Bank, hier die Zentrale an der Taunusanlage, hat in Frankfurt und Umgebung rund 10.000 Beschäftigte.
Die Deutsche Bank, hier die Zentrale an der Frankfurter Taunusanlage, hat in Frankfurt und Umgebung rund 10.000 Beschäftigte. © Monika Müller

Die Deutsche Bank will in Frankfurt mit 60 Prozent der bisher genutzten Bürofläche auskommen. Das Dax-Unternehmen gibt zwei große Standorte auf. Das hat mit neuen Arbeitsmodellen zu tun.

Die Deutsche Bank reduziert ihre Büroflächen in Frankfurt und Eschborn stark. Sie will bis Ende 2024 mit 40 Prozent weniger Fläche auskommen, als sie noch Anfang 2021 nutzte. Das hat eine Sprecherin der Bank auf FR-Anfrage bestätigt. Über den Umfang des Abbaus hatte zunächst die „Immobilien-Zeitung“ berichtet.

Schon im vergangenen Jahr hat die Deutsche Bank das Technische Zentrum Eschborn verkauft, will dieses aber noch bis Ende 2024 nutzen. Den Komplex Frankfurter Europapark im Frankfurter Stadtteil Sossenheim gibt die Bank nach eigenen Angaben zum selben Zeitpunkt auf. Teile dieser Immobilie seien aber bereits geräumt, teilt sie mit.

Deutsche Bank will nur noch drei große Büro-Standorte in Frankfurt und Umgebung haben

Die rund 10.000 Beschäftigten des Dax-Unternehmens in Frankfurt und Umgebung sollen künftig zum allergrößten Teil in nur noch drei Gebäudekomplexen arbeiten. Das sind die Zentrale an der Taunusanlage, das Investment Banking Center in Nähe der Messe und der Deutsche-Bank-Campus an der Mainzer Landstraße. In die Qualität dieser Gebäude will die Deutsche Bank jeweils investieren.

Die Deutsche Bank begründet die Konzentration auf drei große Bürostandorte mit dem Wunsch, Kosten zu sparen und neuen Arbeitsmodellen, die zu einer deutlichen Reduzierung des Flächenbedarfs führten. Die Mehrheit der Beschäftigen kann, wie eine Sprecherin der Bank erläutert, bis zu 40 Prozent, in Ausnahmefällen bis zu 60 Prozent, mobil arbeiten.

Arbeitsmodelle mit Homeoffice führen in den Frankfurter Bankentürmen zu geringerem Bürobedarf

Die Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba) geht in ihrer Finanzplatzstudie davon aus, dass die Zunahme von Arbeitsmodellen, bei denen Beschäftigte einen Teil ihrer Arbeit im Homeoffice erledigen, auch in anderen Bankentürmen zu freiwerdenden Büros führt – das allerdings nicht in riesigem Umfang. Sie sieht lediglich einen moderat sinkenden Flächenbedarf. Schließlich stünden den Einsparungen durch mehr Homeoffice zusätzliche Flächen für Kommunikation gegenüber. Auch dürfte künftig auf größere Abstände zwischen einzelnen Arbeitsplätzen geachtet werden, heißt es bei der Helaba.

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