Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Der Anteil des Radverkehrs am Gesamtverkehr dürfte in Frankfurt mittlerweile bei mehr als 20 Prozent liegen.
+
Der Anteil des Radverkehrs am Gesamtverkehr dürfte in Frankfurt mittlerweile bei mehr als 20 Prozent liegen. Rolf Oeser

Mobilität

Frankfurt: Der Mainkai wird im Sommer markiert

  • Florian Leclerc
    VonFlorian Leclerc
    schließen

Im Laufe des Jahres sollen zahlreiche neue Radwege in Frankfurt entstehen. Das kündigte der Leiter der Stabstelle Radverkehr an.

Frankfurt - Das Radnetz in Frankfurt wird in den kommenden Monaten weiter ausgebaut. Im Sommer könne in der Innenstadt ein Radstreifen pro Richtung auf dem Mainkai markiert werden, sagt Stefan Lüdecke, der Leiter der Stabstelle Radverkehr im Verkehrsdezernat und Referent von Stadtrat Klaus Oesterling (SPD). Die Planungen lägen vor. Oesterling habe den Koalitionsverhandlungen nicht vorgreifen wollen und stimme das Vorhaben mit der neuen Koalition ab.

Frankfurt: Markierungen für Radfahrer am Mainkai

Die Sommerferien, in diesem Jahr in Hessen vom 19. Juli bis 27. August, sind eine beliebte Zeit für Bauarbeiten, weil in der Urlaubszeit in der Regel ein Viertel weniger Autos in der Stadt unterwegs ist. Ebenfalls im Sommer sollen Markierungen für die fahrradfreundliche Nebenstraße im Oeder Weg aufgetragen werden. Der Ortsbeirat 3 (Nordend) hatte den Plänen bereits zugestimmt. Mitgliedern des Ortsbeirats 2 (Bockenheim, Westend) wurden die Pläne für die fahrradfreundliche Nebenstraße im Kettenhofweg und im Grüneburgweg schon informell vorgestellt; eine Präsentation für den gesamten Ortsbeirat sei auf dessen Wunsch in die erste Sitzung nach der Sommerpause verschoben worden, sagt Lüdecke.

Weil am Hauptbahnhof eine Fahrspur für private Hochbauarbeiten gesperrt wurde, habe die Stadt die Möglichkeit genutzt, aus Richtung Baseler Platz zum Hauptbahnhof hin eine provisorische Radspur zu markieren. In der Gegenrichtung könne in den nächsten Jahren wegen des Umbaus der B-Ebene des Hauptbahnhofs durch die Deutsche Bahn kein Radweg entstehen – die Flächen würden teilweise für die Baustelleneinrichtung benötigt.

Frankfurter Bahnhofsviertel: Zweirichtungsradweg geplant

Dafür sei jedoch auf der Karlstraße im Bahnhofsviertel ein Zweirichtungsradweg geplant, der an die Düsseldorfer Straße anschließe. Diese ist wegen Bauarbeiten stadtauswärts gesperrt. Auch auf der Düsseldorfer Straße soll stadtauswärts ein Radweg entstehen.

Den Pop-up-Radweg, den unter anderem der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club und der Radentscheid Frankfurt für einen Nachmittag auf der Walter-Kolb-Straße in Sachsenhausen aufgebracht hatten, begrüßt Lüdecke: „Das war eine gelungene Aktion, die die Bedeutung des Radverkehrs in der Stadt hervorhebt.“ Wegen Personalknappheit könne die Stadt aber zusätzlich zu dem existierenden Ausbauprogramm im Zuge des Radentscheids keine Pop-up-Radwege einrichten. „Mit der Umsetzung des Radentscheids haben wir ein Arbeitsprogramm, das uns voll auslastet.“

Mitmachen

Liebe Leserinnen, liebe Leser ,

im Rahmen einer Serie zum Radverkehr in Frankfurt sammelt die FR in den kommenden Wochen Beiträge, um Stellen im Radnetz ausfindig zu machen, die für Radfahrerinnen und Radfahrer gefährlich werden können.
Wir bitten Sie: Schicken Sie uns einen kurzen Erfahrungsbericht zu einer problematischen Stelle und beschreiben Sie das Problem. Wichtig ist, den Ort genau zu benennen. Ihre Berichte fassen wir zusammen und leiten sie an die zuständigen Behörden weiter, um ein Feedback einzuholen. So können wir für Sie herausfinden, was an der jeweiligen Stelle geplant ist. Bitte versehen Sie Ihre E-Mail mit dem Betreff „Radverkehr“ und schicken Sie sie an die Adresse: stadtredaktion@fr.de

Danke fürs Mitmachen!

Ihre FR-Redaktion

Davon unabhängig lägen Pläne für einen Radweg auf der Walter-Kolb-Straße vor, der von der Elisabethenstraße bis zur Oppenheimer Landstraße reichen soll. In einem nächsten Schritt soll der Radweg von dort über die Gartenstraße und die Schweizer Straße bis zum Otto-Hahn-Platz geführt werden.

Den Otto-Hahn-Platz wird auch der Radschnellweg von Darmstadt nach Frankfurt kreuzen. Der Radschnellweg soll in Frankfurt am Holbeinsteig beginnen und über die Holbsteinstraße und die Oppenheimer Landstraße zum Ziegelhüttenweg und weiter durch den Stadtwald führen.

Frankfurt: Radweg auf der Hanauer Landstraße markiert

Auf der Hanauer Landstraße im Ostend habe die Stadt zuletzt einen Radweg von der Obermainanlage zur Rückertstraße nach Osten markiert. Als Nächstes folge der Abschnitt von der Ostbahnhofstraße in Richtung Innenstadt. Bereits markiert worden sei der Abschnitt vom Ratswegkreisel zum Osthafenplatz.

Für den Bau von Radwegen kündigt Lüdecke weitere bauliche Trennungen von den Kfz-Spuren an. Dafür stünden mit den sogenannten Klemmfixen und den Cycle Lane Separators zwei unterschiedliche Systeme bereite. Der Cycle Lane Separator sei zuletzt in der Taubenstraße zum Einsatz gekommen, wo häufig Autos den Radweg zugeparkt hätten.

Radverkehr in Frankfurt im Aufwind

Den Radverkehr in Frankfurt sieht Lüdecke deutlich im Aufwind. Zwischen 2013 und 2018 sei der Anteil des Radverkehrs am Gesamtverkehr von 12,6 auf 19,8 Prozent gestiegen. Das ergab die Studie Mobilität in Städten, die von der Technischen Hochschule Dresden verantwortet wird. „Mittlerweile dürften wir deutlich über 20 Prozent sein“, sagt Lüdecke.

Das sei aber nur ein Zwischenschritt auf dem Weg zur Fahrradstadt Frankfurt. In zehn Jahren sehe er den Radverkehr im Modal Split schon bei 30 Prozent.

Zum Vergleich: In Kopenhagen pendelten vor drei Jahren 49 Prozent der Menschen zu Arbeit, Schule oder Universität mit dem Rad. (Florian Leclerc)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare