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Frankfurt: Der Grüneburgweg wird zur Fahrradstraße

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Von: Florian Leclerc

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Rote Markierungen und Fahrrad-Piktogramme gibt es auf dem Grüneburgweg schon. Monika Müller
Rote Markierungen und Fahrrad-Piktogramme gibt es auf dem Grüneburgweg schon. Monika Müller © Monika Müller

Auf dem Grüneburgweg in Frankfurt werden zwischen Liebigstraße und Reuterweg rote Radwege markiert, der Straßenraum wird neu verteilt. Weitere Fahrradstraßen sollen folgen.

Auf dem Grüneburgweg dampft Thermoheißplastik in einem Kessel auf einem Transporter. Ein Arbeiter lässt die weiße Flüssigkeit in einen Eimer laufen. Den Eimer schüttet er in einen Handziehkasten. Ein anderer Arbeiter zieht den Kasten über vormarkierte Linien auf der Straße. Granulat drüber, fertig. So entsteht die Weißmarkierung am Rande eines Radwegs.

Der Grüneburgweg ist zwischen Liebigstraße und Reuterweg seit Anfang der Woche und noch bis Freitag, 2. September, für Autos gesperrt. Wer zu Fuß oder mit dem Rad unterwegs ist, kommt problemlos durch. Die Arbeiter geben einem aber einen Wink, die frischen Markierungen nicht zu berühren.

Auf dem Grüneburgweg wird in drei Phasen gebaut

Neu auf dem Grüneburgweg sind die großzügigen Rotmarkierungen aus Kaltplastik an der Unterlindau, der Oberlindau und der Parkstraße. An der Kreuzung zum Reuterweg ist der Radweg schon rot gefärbt, ebenso die Aufstellfläche für den Radverkehr an der Ampel. Radfahrende stehen künftig vor den Autos.

Die Fahrradpiktogramme auf der Straße - weißes Rad auf blauem Grund - zeigen an, dass es sich hier bald um eine Fahrradstraße handeln wird. Für den Lieferverkehr sind Parkplätze markiert. Symbolisch schiebt eine Figur einen Handkarren.

Nach dem Oeder Weg wird der Grüneburgweg die zweite fahrradfreundliche Nebenstraße in Frankfurt. Der Kettenhofweg und die Robert-Mayer-Straße sollen folgen.

Gebaut wird auf dem Grüneburgweg in drei Phasen. Zunächst der mittlere Abschnitt. Dann der westliche Abschnitt zwischen Siesmayerstraße und Mitscherlichplatz voraussichtlich im Frühjahr 2023. Der östliche Abschnitt zwischen Reuterweg und Eschersheimer Landstraße kommt in den Sommerferien 2023 dran. Vorausgegangen waren ein Beschluss der Stadtverordneten zur Fahrradstadt Frankfurt, dem Kompromiss mit der Initiative Radentscheid, die Einbeziehung von Bürgerinnen, Bürgern und Gewerbetreibenden und die Zustimmung des Ortsbeirats.

Weitere Änderungen auf der Straße: 37 Fahrradbügel und vier Lieferzonen kommen hinzu. Die Zebrastreifen werden beleuchtet. Die Parkflächen neben dem Anwohnerparken werden bewirtschaftet. Ein Multifunktionsstreifen bietet Platz für Außengastronomie, Parken, Lieferzonen und zum Abstellen von Fahrrädern und E-Scootern. Statt 86 Parkplätzen gibt es künftig noch 55. Die Kosten liegen bei 120 000 Euro.

Schilder weisen auf Änderungen für den Autoverkehr hin. Autos sollen künftig von der Feldbergstraße kommend links in den Grüneburgweg fahren und vom Reuterweg kommend auf dem Grüneburgweg rechts in die Wolfsgangstraße abbiegen. Die Buslinie M36 kann durch eine Busschleuse aus der Straße Unterlindau in den Grüneburgweg biegen und zum Mitscherlichplatz fahren. Der Bus bekommt auch Vorfahrt an den einmündenden Straßen.

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