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Der historische Boehlepark ist seit 2004 geschlossen.
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Der historische Boehlepark ist seit 2004 geschlossen.

Sachsenhausen

Frankfurt: Das Geheimnis des Boehleparks in Sachsenhausen

Im Park in Sachsenhausen wird saniert, doch geschlossen bleibt er weiterhin. Der Grund: Es handele sich um ein kritisches Areal für die Trinkwasserversorgung.

Frankfurt - Die Tore des Boehleparks in Sachsenhausen sind dauerhaft geschlossen. Niemand spaziert über die Wege, niemand sonnt sich auf der Wiese. Seitdem die Hessenwasser GmbH den Park 2004 übernahm, ist der Park nicht mehr für die Öffentlichkeit zugänglich. Mit zahlreichen Anträgen wollte der Ortsbeirat bereits eine Wiedereröffnung des Parks erreichen – doch die Stadt Frankfurt lehnte Anträge wiederholt ab und begründete dies mit zu hohen Kosten einer Sanierung. Anlässlich einer Führung der Frankfurter CDU durch den Park am Dienstag lautet das Signal von Hessenwasser ebenfalls: Auf absehbare Zeit wird der Park nicht wiedereröffnet werden. Begründet wird die anhaltende Schließung allerdings nicht mit entstehenden Kosten.

Im Boehlepark kommt Wasser aus dem Stadtgebiet und dem Hessischen Ried zusammen, das dann aus den Behältern des Parks in die Wasserleitungen weitergegeben wird – somit ist Hessenwasser ein Vorlieferant für die Trinkwasserversorgung der Stadt. Wie Betriebsingenieur Torsten Lachenmeier bei dem Rundgang über das Gelände sagte, berge eine Nutzung des Areals als Park Risiken – das Wasser könne durch Besucher:innen kontaminiert werden, und auch eine Bepflanzung mit Bäumen sei aus heutiger Sicht nicht richtig.

Boehlepark in Frankfurt Sachsenhausen: Ein Areal „der kritischen Infrastruktur“

Gerade einmal einen Meter hoch sei die Erdschicht, die eine nicht besonders dichte Betondecke überdecke, unter der sich die Wasserbehälter befinden. Ebenfalls gegen eine Wiedereröffnung spricht, dass eine Sanierung der Anlage noch in diesem Jahr beginnen soll. Für diese müsse die Erde abgetragen werden, so Lachenmeier. Langfristig sei es dann denkbar, dass über der Betondecke nur noch eine Wiesenfläche liege.

Insgesamt handele es sich um ein Areal der kritischen Infrastruktur mit hohen Anforderungen an den Objektschutz, sagte Elisabeth Jreisat, Geschäftsführerin von Hessenwasser. Das ist allerdings ebenfalls bei dem an der Friedberger Landstraße gelegenen Wasserpark der Fall, der öffentlich zugänglich ist. Auch hier betreut Hessenwasser Anlagen, und es wird Wasser in das städtische Trinkwassernetz eingespeist. Im Unterschied zum Boehlepark wird der Wasserpark allerdings in Kooperation mit dem Grünflächenamt betrieben. Die Entscheidung hierfür fiel ebenfalls 2004. Für eine Stellungnahme war das Amt am Mittwoch (25.08.2021) nicht zu erreichen. (Laura Roban)

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