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Die Polizei geht gegen die Protestierenden vor. (Screenshot)
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Die Polizei geht gegen die Protestierenden vor. (Screenshot)

Demonstration

Frankfurt: Vorwurf der Polizeigewalt bei Demo – Neues Videos wirft weitere Fragen auf

  • Stefan Simon
    vonStefan Simon
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Videos zeigen ein hartes Eingreifen der Polizei gegen Teilnehmende auf einer Demonstration. Nun äußert sich ein Mitglied der Gruppe „Lautstark gegen Rechts“.

Update vom Donnerstag, 11.03.2021, 16.00 Uhr: Auf Twitter sorgt das Vorgehen der Polizei bei einer Demonstration zum Gedenken des 19-jährigen Qosay K., der nach dem Einsatz von Pfefferspray bei seiner Festnahme in der Gewahrsamszelle der Polizei Delmenhorst kollabierte und später im Krankenhaus verstarb, weiter für Diskussionen. Nun hat die Gruppe „Lautstark gegen Rechts“ ein zweites Video zu dem Vorfall veröffentlicht, das aus einem anderen Blickwinkel gefilmt wurde.

In beiden Videos ist die Spitze des Demozuges zu sehen. Die Demonstrierenden tragen Transparente, bengalische Feuer brennen, vor ihnen stehen rund ein Dutzend Polizist:innen. Sie rufen „Stehen bleiben!“ und „Zurück!“, dann versuchen die Polizist:innen die Demonstrierenden aufzuhalten. Im ersten Video ist deutlich zu erkennen, wie mindestens zwei Polizisten in die Menge treten. Einer von ihnen tritt nochmals nach.

Die Polizei begründet das Vorgehen der Einsatzkräfte aufgrund von Böllerwürfen gegen die Beamt:innen, des „massiven Abbrennens von Pyrotechnik“ und des Verdachts auf Verstoß gegen das Vermummungsverbot. Die Einsatzbekleidung eines Beamten sei durch Pyrotechnik beschädigt worden. Die Polizei wolle die Videosequenz aus dem ersten Video überprüfen.

Dass es vor dem Einschreiten der Polizei nicht zu Böllerwürfen aus der Demo heraus kam, ist im zweiten Video deutlicher zu erkennen. Erst nachdem die Einsatzkräfte massiv in die Demospitze eingreift, werden aus dem Block heraus möglicherweise ein Rauchtopf sowie ein Bengalo in Richtung der Polizist:innen geworfen. Das Abbrennen von Pyrotechnik sei zwar verboten, dennoch gehe es auch um die Frage der Verhältnismäßigkeit, sagt ein Mitglied der Gruppe „Lautstark gegen Rechts“, die schon am Montag ein Video veröffentlicht hatte. „Die eigentliche Gefährdung entstand durch den Eingriff der Polizei. Sicher in der Hand gehaltene Bengalos trudelten während des Angriffs zwischen den Beinen der Antifas umher. Dass es hier nicht zu schweren Verbrennungen gekommen ist, ist mitunter reines Glück gewesen.“

Frankfurt: Video zeigt Moment der Eskalation – Vorwurf der Polizeigewalt gegen Beamte

Erstmeldung vom Mittwoch, 10.03.2021: Frankfurt – Auf der Social-Media-Plattform Twitter sorgt derzeit ein Video von einer Demonstration in Frankfurt am Montagabend (08.03.2021) für Diskussionen. Dabei werfen einige Twitter-Nutzer:innen den Einsatzkräften Polizeigewalt vor.

In dem knapp 23 Sekunden langen Video ist die Spitze des Demozuges zu sehen. Die Demonstrierenden tragen Transparente, bengalische Feuer brennen, vor ihnen stehen rund ein Dutzend Polizist:innen. Sie rufen „ Stehen bleiben!“ und „ Zurück!“ , dann versuchen die Polizist:innen die Demonstrierenden aufzuhalten. Es ist deutlich zu erkennen, wie mindestens zwei Polizisten in die Menge treten. Einer von ihnen tritt nochmals nach. Das Vorgehen der Polizei wirkt sehr rigoros.

Demo in Frankfurt: Video sorgt für Aufregung bei Twitter

Zu dem Vorfall kam es laut Polizei gegen 22.00 Uhr auf der Berliner Straße. Dabei sollen aus der Menge heraus Böller auf die Beamt:innen geworfen worden sein. Die Einsatzbekleidung eines Beamten wurde dadurch beschädigt. Daraufhin leiteten die Einsatzkräfte polizeiliche Maßnahmen ein, die kommunikativ begleitet wurden. Die Polizei werde die auf Twitter kursierende Videosequenz überprüfen, heißt es.

Anlass der Demonstration war der Tod des 19-jährigen Qosay K., der nach dem Einsatz von Pfefferspray bei seiner Festnahme in der Gewahrsamszelle der Polizei Delmenhorst kollabierte und später im Krankenhaus verstarb. (stn)

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