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Frankfurt: Demo gegen Gewalt an Frauen

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Von: Kathrin Rosendorff

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Viele Aktionen sind in Frankfurt zum Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen und Mädchen am Freitag geplant.

Gewalt gegen Frauen und Mädchen ist immer noch sehr präsent. Allein in Deutschland ist jede dritte Frau mindestens einmal in ihrem Leben von körperlicher oder sexueller Gewalt betroffen. Jede vierte Frau erlebt Gewalt in ihrer Partnerschaft. Um das zu verdeutlichen, werden diese Zahlen an diesem Freitag, von 15 bis 21 Uhr, unter dem Motto „Stoppt Gewalt – schaut hin!“ auf Info-screens in der ganzen Stadt gezeigt.

Der Internationale Tag gegen Gewalt an Frauen und Mädchen macht jedes Jahr am 25. November auf das weltweite Problem aufmerksam. Es gibt einige Aktionen in Frankfurt.

Am Freitagabend organisiert das Bündnis Frankfurt für Frauenrechte gemeinsam mit Politik, NGOs, Gewerkschaften, dem Frauendezernat und dem Frauenreferat eine Kundgebung und Demonstration gegen Gewalt an Frauen und Mädchen und ruft zur Teilnahme auf. Die Kundgebung beginnt um 17 Uhr an der Konstablerwache und startet gegen 17.45 Uhr zu einer Demo, die gegen 18.15 Uhr wieder an der Konstablerwache mit einer Abschlusskundgebung endet.

Am selben Tag gibt es am Höchster Bahnhof von 17 bis 19 Uhr eine Kunstinstallation mit dem Titel „Tatorte“, die vom Arbeitskreis gegen häusliche Gewalt Frankfurt West durchgeführt wird. Mit einem Blick über die Grenzen sagt Frauendezernentin Rosemarie Heilig (Grüne) anlässlich des Internationalen Tags gegen Gewalt an Frauen und Mädchen: „Die frauenfeindliche Staatswillkür in Iran und auch die immer weiter fortgesetzte Entrechtung von Frauen und Mädchen in Afghanistan macht wütend, ist erschütternd. Der beeindruckende Widerstand, die Kraft und der Mut der Frauen in Iran zeigt aber auch, wie stark gemeinsames und solidarisches Handeln wirken können.“Ab dieser Woche bis zum 13. Januar 2023 hängen zudem am Eisernen Steg vier große pinkfarbene Banner mit der Aufschrift „Respekt. Stoppt Sexismus“ und „Mein Nein meint Nein“. Die Botschaft ist in elf Sprachen abgedruckt. Es werden zudem am Freitag Fahnen mit „NEIN zur Gewalt an Frauen“ auf dem Paulsplatz und vor dem Bolongaropalast gehisst.

Frauen und Mädchen, die von Gewalt betroffen sind, können sich in Frankfurt an Beratungsstellen und Frauenhäuser wenden. Hier finden sie Unterstützung bei sexueller, häuslicher und auch digitaler Gewalt, ebenso wie bei Stalking und als Opfer von Menschenhandel.

Mehr Informationen und weitere Aktionen sind zu finden auf der Website des Frauenreferates. Adressen und Telefonnummern von Beratungsstellen finden sich auf der Website der Stadt Frankfurt unter Häusliche Gewalt.

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