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Frankfurt: Demo für neue Schule in den Günthersburghöfen

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Von: Sandra Busch

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Demo für Gymnasium Ost, Motto: Goethe statt Gurken
Demo für das Gymnasium Ost. © Michael Schick

Um ein Gymnasium nördlich des Günthersburgparks wird gestritten. Nun wird für den Schulstandort demonstriert.

Laut wollen sie dafür auf die Straße gehen. Ein Zeichen setzen. So steht es im Aufruf der Bornheimer Ortsverbände SPD, CDU und FDP. Gemeinsam mit dem Stadtschulsprecher und dem Stadtelternbeirat soll am Samstag für eine Schule im Quartier demonstriert werden. Für eine Schule nördlich des Günthersburgparks. Der Standort sei genau richtig, heißt es im Aufruf. Im Nordend und in Bornheim fehle eine weiterführende Schule.

Eigentlich sollte das Gymnasium-Ost dort entstehen. Auf dem Gelände einer ehemaligen Gärtnerei an der Dortelweilerstraße, auf dem Hallen und Gewächshäuser stehen. So war es gedacht – als noch das Wohngebiet Günthersburghöfe dort geplant war. Aber um das Baugebiet hat es lange Proteste und Streit gegeben. Am Ende kippten die Grünen das von ihnen selbst zuvor vorangetriebene Projekt. Der Koalitionsvertrag von Grünen, SPD, FDP und Volt sieht nun vor, dass nur noch auf versiegelten Flächen gebaut werden soll.

Ob nun dort das Gymnasium-Ost entstehen kann, ist umstritten. Für FDP und SPD entspricht das Grundstück der ehemaligen Gärtnerei der Vereinbarung. Sie halten am Standort für das Gymnasium-Ost fest. „Die Region benötigt dringend ein neues Gymnasium und es kommt nicht häufig vor, dass geeignete Grundstücke für Schulen praktisch direkt vor unserer Nase liegen.“ Das sagt Sylvia Kunze, bildungspolitische Sprecherin der SPD-Fraktion. Weitere Verzögerungen dürfe es nicht geben.

Die Grünen sind skeptischer. Sie verweisen darauf, dass das gesamte Gebiet neu geplant werden müsse, seit feststehe, dass das Baugebiet nur noch auf den ohnehin schon versiegelten Flächen entwickelt werde. Und dann gibt es noch eine Bürgerinitiative, die sich eindeutig gegen einen Schulbau ausspricht. Sie ist der Meinung, die Flächen der Gärtnerei seien nicht versiegelt. Und: Der Biodiversität auf dem Gelände der „Grünen Lunge“ schade es, wenn dort Schüler:innen herumliefen.

Das sehen die Initiator:innen der Kundgebung als „elitäres Verständnis des Zusammenlebens“ an. Die BI blockiere die Entwicklung der Bildungslandschaft, „weil sie auf der Fläche lieber gemeinschaftlich Gemüse züchten und im Gartenstuhl sitzen will“.

Im Nordend-Ortsbeirat hat man sich mehrheitlich für den Schulbau ausgesprochen. Der Ortsbeirat 4 (Bornheim, Ostend) will prüfen lassen, ob das Gymnasium-Ost auch in der Nähe des Katharinenkrankenhauses gebaut werden kann. Bildungsdezernentin Sylvia Weber (SPD) sucht derweil nach einem anderen Standort fürs Gymnasium-Ost. In den vergangenen Wochen hat sie immer wieder gesagt, dass sie nicht mehr mit dem Standort für das Gymnasium-Ost plane. Eine Alternative hat sie noch nicht gefunden.

Hinweis: In einer vorherigen Version dieses Textes war ein falsches Bild zu sehen.

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