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Frankfurt: Dem Müll auf der Spur

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Von: George Grodensky

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Eines der neuen Fahrzeuge der FES, der sogenannte „Loadster“ im Dienste der neuen Sondereingreiftruppe „#cleanffm-Express“.
Eines der neuen Fahrzeuge der FES, der sogenannte „Loadster“ im Dienste der neuen Sondereingreiftruppe „#cleanffm-Express“. © Peter Jülich

FES und Stadt präsentieren neue Eingreiftruppe in Sachen Sauberkeit. Zudem sollen die städtischen Ämter nach und nach Reinigunsaufgaben an die FES abtreten können.

Die wichtigste Nachricht des Treffens ist wohl die: Wenn die Bürgerinnen und Bürger der Stadt nicht mitmachen, wird es niemals gelingen, Straßen, Plätze und Grünanlagen sauber zu halten. Das betonen am Donnerstagmittag alle Rednerinnen und Redner am Hafenpark im Ostend. Und bekräftigen: Die Stadt bemühe sich, ihren Teil dazu beizutragen.

Die Vertreter:innen von FES, Umweltamt, Grünflächenamt und der Stabsstelle Sauberes Frankfurt sind eigentlich vor Ort, um zwei Neuigkeiten in Punkto Stadtreinigung zu präsentieren. Erstens gibt es nun die schnelle Eingreiftruppe namens „#cleanffm Express“. 22 Mitarbeitende der FES stemmen sich morgens, abends, an Wochenenden und Feiertagen gegen außerplanmäßigen Schmutz und Müll.

Ganz neu sind die aber nicht. Weil wegen Corona plötzlich mehr Menschen ins Freie strömen und viel mehr To-Go-Verpackungen dort verteilen, hat die Stadt schon im Vorjahr zusätzlich eine Million Euro investiert für mehr Mülleimer und zusätzliche Reinigungen an Wochenenden. Aber nun ist die Einheit deutlich vergrößert und trägt einen schmucken eigenen Namen. Zwei Millionen Euro kostet das die Stadt im Jahr, 1,8 Millionen trägt das Umweltdezernat, die FES den Rest, für Qualitätssicherung, Fahrzeuge, Technik.

Zweite große Neuerung: Die historische Aufgabenteilung für Sauberkeit im öffentlichen Raum soll nach und nach fallen. Bislang ist die FES für Straßen und Plätze zuständig, das Grünflächenamt beziehungsweise seine Dienstleiter für die Grünflächen. Was zuweilen komische Blüten treibt. Beim Hafenpark zum Beispiel reinigt die FES die eine Seite und das Amt die andere. Wenn die jeweiligen Kräfte dann zu unterschiedlichen Zeiten anrücken, ist es eben auf der einen Seite sauber und auf der anderen nicht. „Das ist für die Bürgerinnen und Bürger kaum nachzuvollziehen“, sagt Grünflächenamtsleiterin Heike Appel.

Dank langer Verhandlungen und einem europaweit ausgeschriebenen Vergabewettbewerb dürfen die städtischen Ämter seit Januar 2021 aber mehr Aufträge an die FES vergeben. Umweltamtsleiter Peter Dommermuth nennt das „einen großen Erfolg für das politische Vorhaben Reinigung aus einer Hand“. Den Hafenpark betreut künftig ein festes FES-Team von vier Mitarbeitern und einem Teamleiter. Zumindest probeweise. Priorität hat die Beseitigung von Glasscherben, damit spielende Kinder sich nicht verletzen.

Es ist das zweite Projekt dieser Art. Seit November 2020 ist die FES auch mit festem Team im Günthersburgpark. Mit Erfolg, sagt Appel. Die Mitarbeiter kennen sich inzwischen gut aus vor Ort, wissen, wo die kritischen Stellen sind, kennen auch potenzielle Müllverursacher, die sie gezielt ansprechen können.

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