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Das Schneidrad der Tunnelbohrmaschine wurde im Juni 2019 in die Baugrube gehoben. Foto: Peter Jülich
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Das Schneidrad der Tunnelbohrmaschine wurde im Juni 2019 in die Baugrube gehoben.

U-Bahn ins Europaviertel

Frankfurt: Defekt an Tunnelbohrmaschine klären

  • Florian Leclerc
    VonFlorian Leclerc
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Ein halbes Jahr konnte wegen eines Defekts nicht am Bau der U5 ins Europaviertel in Frankfurt gearbeitet werden. Ein Gerichtsverfahren ermittelt die Ursache.

Ein halbes Jahr stand die Tunnelbohrmaschine zum Bau der U-Bahn-Strecke für die U5 vom Hauptbahnhof ins Europaviertel still, weil das Schneidrad defekt war. Die Ursache des Defekts wird nun in einem Gerichtsverfahren geklärt, sagte Verkehrsdezernent Klaus Oesterling (SPD) in der Fragestunde des Stadtparlaments. Gefragt hatte Manfred Zieran (Ökolinx).

Für das Beweissicherungsverfahren seien verschiedene Stellungnahmen vor Gericht eingereicht worden, sagte er. Das Gericht wolle nun einen Sachverständigen beauftragen, um die Ursache des Defekts zu ermitteln.

Kosten werden steigen

Die Tunnelbohrmaschine war im Dezember 2019 wegen starkem Verschleiß am Schneidrad stillgelegt worden. Gebohrt wurde erst wieder von Juni 2020 an, als der Defekt behoben war. Als Ursachen kommen in Betracht: Materialfehler, Fehler bei der Bedienung der Tunnelbohrmaschine, problematisch Bodenverhältnisse.

Oesterling geht davon aus, dass die Kosten wegen der Verzögerung um einen zweistelligen Millionenbetrag steigen werden. Die Kosten waren zuletzt mit etwa 373 Millionen Euro angegeben worden. Zu Beginn des Projekts lagen sie bei etwa 281 Millionen Euro. Die Teuerung kam durch Schadstoffe im Boden, Räumung von Weltkriegsbomben und der allgemeinen Preissteigerung zustande. Zur Nachfrage von Zieran, wann mit dem Ergebnis der Ursachenforschung zu rechnen sei, sagte Oesterling: „Ich kann das ganz klar eingrenzen: zwischen Monaten und Jahrzehnten.“

Geruchsbelästigung an der Europa-Allee

Zuletzt hatte die Tunnelbohrmaschine beide Tunnelröhren zwischen Platz der Republik und Europa-Allee fertiggestellt. Die letzten Meter zum Platz der Republik werden bergmännisch gegraben.

Vom heutigen Freitag bis Mittwoch, 21. Juli, finden Reinigungsarbeiten an der Grundwassertransportleitung in der Europa-Allee statt. In der Europa-Allee und in der Warschauer Straße werden Fahrbahnen kurzzeitig gesperrt. Geruchsbelästigung durch sulfidhaltiges Grundwasser ist möglich. (Florian Leclerc)

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