Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Nicholas Brownlee soll künftig große Rollen an der Oper Frankfurt singen - etwa den Fliegenden Holländer.
+
Nicholas Brownlee soll künftig große Rollen an der Oper Frankfurt singen - etwa den Fliegenden Holländer.

Oper Frankfurt

Frankfurt-Debüt ohne Publikum

  • Andreas Hartmann
    vonAndreas Hartmann
    schließen

Corona ist schuld: Der Sänger Nicholas Brownlee sollte als Neuer an der Oper Frankfurt glänzen - doch nun läuft sein Debüt nur im Internet.

Wäre die Corona-Pandemie schon Vergangenheit, dann hätten die opernbegeisterten Frankfurter den amerikanischen Bassbariton Nicholas Brownlee bereits Mitte Januar kennen- und vielleicht auch schon lieben gelernt. Der 31-Jährige hätte als neues Ensemblemitglied sein hiesiges Debüt in einer Glanzrolle geben können: als Jochanaan in Richard Strauss’ „Salome“. „Ich war sehr gespannt darauf“, sagt er. „Es ist ja eine sehr schwierige Rolle, aber ich fühle mich allmählich stimmlich reif dafür.“

Nun bleiben die Städtischen Bühnen aber bis voraussichtlich Ostern geschlossen, und Brownlee bleibt der Auftritt auf großer Bühne erst einmal verwehrt. Immerhin bietet das Haus aber einen Trost, regelmäßig überträgt es Musik ins Internet.

Livestream aus der Oper Frankfurt

Der kostenlose Livestream aus der Oper Frankfurt ist am Freitag, 5. Februar, 19.30 Uhr, auf der Webseite www.oper-frankfurt.de, auf Youtube und auf Facebook zu sehen. aph

Am morgigen Freitag um 19.30 Uhr ist so auch der Neue in der Reihe „Livestream: Bühne frei!“ zu hören, zusammen mit Juanita Lascarro (Sopran) und Marvic Monreal (Mezzosopran). Hinzu kommt ein besonderer Gast, den Brownlee gleich selbst zum Konzert mitbringt – der Tenor Joshua Guerrero, der im vergangenen Herbst in Puccinis „Manon Lescaut“ Furore machte, eigentlich in Los Angeles lebt und aktuell wegen der Pandemie in Europa gestrandet ist.

Die beiden Sänger sind seit ihrer Studienzeit eng befreundet, das sei für ihn „echt ein Luxus“, meint Brownlee lachend. Gerade wohnt Guerrero bei seinem Freund Nicholas, dessen Frau, ebenfalls Sängerin mit Engagement in Karlsruhe, und der kleinen Tochter in einer musikalischen Wohngemeinschaft – deshalb müssen die beiden bei ihrem Onlinekonzert am Freitag auch keine Sicherheitsabstände berücksichtigen. „Wir haben sicher schon an die 80 Konzerte gemeinsam gesungen“, sagt Brownlee. Auch mit seiner Ehefrau stand er schon auf der Bühne – als Heinrich VIII.

Auf dem Programm der beiden Freunde stehen am Freitag Arien und Duette aus „Carmen“, „L’elisir d’amore“ und „Manon Lescaut“ von Giacomo Puccini. „Oper ist sicher live am schönsten, so voller Energie“, meint Brownlee. „Aber wenn ein Konzert gut gefilmt und aufgenommen wird, kann eine Übertragung doch ein Erlebnis sein.“

Dem Frankfurter Publikum will der Sänger in den nächsten Monaten auch auf der Bühne und nicht nur im Internet begegnen. Im Juni soll er Wagners „Fliegenden Holländer“ übernehmen. „Für mich ist das fast surreal. Das ist eine Rolle, die ich schon als 20-Jähriger gelernt habe. Nun kann ich sie hoffentlich erstmals singen, und das auch noch in einem der besten Opernhäuser Europas.“

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare