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Frankfurt: Debatte um Schießsport

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Von: Florian Leclerc

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Wer im Schützenverein angemeldet ist, darf mit Waffen schießen. Foto: Michael Schick
Wer im Schützenverein angemeldet ist, darf mit Waffen schießen. © Michael Schick

Sollte Frankfurt einen Schützenverband unterstützen, damit dieser seine Schießanlage umrüsten kann? Die Jusos meinen Nein - und kritisieren damit einen Koalitionsbeschluss.

Die Koalition aus Grünen, SPD, FDP, Volt wollen den Hessischen Schützenverband mit 90 000 Euro fördern, damit dieser die Schießstände in seinem Leistungszentrum in der Schwanheimer Bahnstraße 115 umrüsten kann. Die Jusos in Frankfurt kritisieren den Koalitionsbeschluss - und damit auch ihre Genossen.

„Es ist nicht städtische Aufgabe, für eine Modernisierung von Schießanlagen zu zahlen, insbesondere nicht beim angespannten städtischen Haushalt“, sagte Jusos-Sprecher Lukas Schneider. Der Schützenverband oder die hessische Landesregierung sollten die Kosten übernehmen. Insgesamt kostet der Umbau gut 530 000 Euro, das Land Hessen gibt eine Viertelmillion dazu.

Rechtsextreme Täter waren im Schützenverein

Nicht nur Olympionik:innen und Spitzensportler:innen nutzten den Schießstand, sondern alle, die dort angemeldet seien. „Waffen können somit mit nach Hause genommen werden“, sagte Paul Lüber von den Jusos.

Die Jusos erinnerten daran, dass die rechtsextremen Täter von Hanau und Wächtersbach und auch der Mörder von Walter Lübcke Mitglieder in hessischen Schützenvereinen gewesen sind. Ihre Forderung: Die Vereine müssten ihre Mitglieder stärker kontrollieren. fle

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