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So sieht der Frankfurter Oberbürgermeister die Paulskirche. Blick aus dem Büro von Peter Feldmann.
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So sieht der Frankfurter Oberbürgermeister die Paulskirche. Blick aus dem Büro von Peter Feldmann.

Kulturdenkmal

Frankfurt: Debatte um die Paulskirche nach Gründung von politiknahem Verein

  • Florian Leclerc
    VonFlorian Leclerc
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In Frankfurt hat sich der CDU-nahe „Bürgerverein Demokratieort Paulskirche“ gegründet. Die Linke sieht darin eine Aneignung des Kulturdenkmals.

In Frankfurt hat sich ein politiknaher Verein gegründet, um für die Paulskirche und das Haus der Demokratie zu werben. Der „Bürgerverein Demokratieort Paulskirche“ will Vorträge zur Sanierung der Paulskirche und zum Neubau des Hauses der Demokratie veranstalten und Meinungsbeiträge veröffentlichen.

Vorstandsvorsitzende ist die Frankfurter CDU-Bundestagsabgeordnete Bettina Wiesmann. Ebenfalls im Vorstand sind der frühere kulturpolitische Sprecher der CDU im Römer, Thomas Dürbeck, der Vorsitzende des Vereins Freunde und Förderer der St.-Raphael-Schule, Andreas Krebs, und die Frankfurter Verwaltungsmitarbeiterin Uta Rasche.

Verein will Stimme der Frankfurter Bürgerschaft sein

Vorsitzender des Kuratoriums ist Bundesbankvorstand Burkhard Balz (CDU). Ebenfalls im Kuratorium sind der Vorstand des Pharmaunternehmens B. Braun Melsungen, Stefan Ruppert (FDP), der früher im Bundestag und Parteivorsitzender der FDP in Hessen war, und der Historiker Dieter Hein. Außerdem der Geschäftsführer der Frankfurter Bürgerstiftung, Clemens Greve und der Vorstandssprecher der Dussmann Group, Wolf-Dieter Adlhoch.

„Wir wollen die Stimme der Frankfurter Bürgerschaft bei der Gestaltung des Ensembles aus Paulskirche und Haus der Demokratie stärken und es zum breit getragenen Anliegen der Frankfurterinnen und Frankfurter machen“, teilte der Verein mit. Dazu sei eine „alle Parteien und politischen Ebenen übergreifende Anstrengung“ nötig.

Die Linke kritisiert eine Aneignung des Kulturdenkmals durch den CDU-nahen Verein. „Die CDU tut sich mit Leuten aus der Wirtschaft und dem Bildungsbürgertum zusammen und definiert damit ganz in ihrem Sinn, wen sie mit Bürgerschaft genau meint. Wo bleibt die Stimme der restlichen Bürgerschaft? Der Menschen in den Siedlungen am Stadtrand, den Zugewanderten, den Kleinverdienern?“, fragt die Linken-Fraktionsvorsitzende Dominike Pauli.

Aus ihrer Sicht müssen sich nun die zu Wort melden, die im Kreis der Vereinsgründer fehlen, „weil man sie nicht dabei haben will“. Die „selbst ernannten Eliten“ dürften sich die Paulskirche nicht aneignen, sagte sie. Die Paulskirche könnte für Inklusion und Integration stehen und Ausgangspunkt von Stadtexkursionen für Kinder und Jugendliche aus Stadtteilen am Stadtrand sein. Sie könnte als Raum für niedrigschwellige Kulturangebote dienen.

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