Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Der Autoverkehr dominiert die Berliner Straße in Frankfurt. Foto: Peter Jülich
+
Der Autoverkehr dominiert die Berliner Straße in Frankfurt.

Mobilität in der Stadt

Autoverbot für einen Tag in Frankfurt: Magistrat diskutiert „World Car Free Day“

  • Florian Leclerc
    VonFlorian Leclerc
    schließen

Soll der 22. September in Frankfurt zum autofreien Tag werden? Das schlägt die Linke im Römer vor. Der Magistrat war dem Thema zuletzt weniger zugeneigt.

Frankfurt - Wir schreiben das Jahr 1973. Die Ölkrise beherrscht die Bundesrepublik. Die Preise für Treibstoff und Heizöl steigen. Die Bundesregierung greift zu einem drastischen Mittel. Sie erlässt im Energiesicherungsgesetz ein Fahrverbot an vier Sonntagen. An anderen Tagen gilt ein vorübergehendes Tempolimit von 100 Stundenkilometern auf Autobahnen und 80 auf Landstraßen. Am 25. November 1973 laufen erstmals Menschen über autoleere Autobahnen. Auf der Fahrbahn spielen Kinder.

Wir schreiben das Jahr 2021. Die Preise für Gas und Treibstoff steigen. Städte und Kommunen veranstalten auf eigene Initiative autofreie Tage. Aber nicht zuerst wegen der Energiepreise. Sondern um zu zeigen, wie ein klima- und umweltfreundliches Leben gelingen kann. In Wiesbaden gibt es im August autofreie Zonen beim Superblock-Sonntag, der sich an den Superblocks in Barcelona orientiert. Berlin wandelt im September einen Tag lang 35 Straßen zu Spielstraßen um.

Autofreier Tag in Frankfurt: Bislang verhinderte organisatorischer Aufwand die Umsetzung

Und Frankfurt? Dort hatte sich die Koalition aus CDU, SPD und Grünen im Jahr 2016 den autofreien Sonntag in den Koalitionsvertrag geschrieben. Luigi Brillante („Frankfurter“-Fraktion) fragte nach, wann der autofreie Sonntag geplant sei. Der damals zuständige Verkehrsdezernent Klaus Oesterling (SPD) antwortete, im Jahr 2018: „Die Durchführung eines autofreien Sonntags bedarf umfangreicher planerischer, organisatorischer und rechtlicher Vorbereitungen, für die ein erheblicher Zeitbedarf besteht.“

Als 2018 näher rückte, fragte Die Linke im Römer nach dem Datum. Antwort des Magistrats: „Vor dem Hintergrund des bei derartigen Veranstaltungen erforderlichen zusätzlichen Aufwands beim Thema ‚Sicherheit‘ konnte das Vorhaben noch nicht umgesetzt werden.“ Nun versucht es die Linke im Römer erneut: Jedes Jahr am 22. September soll es in Frankfurt einen autofreien Tag im Rahmen der Europäischen Mobilitätswoche geben, heißt es in einem aktuellen Antrag. Der 22. September ist der internationale autofreie Tag („World Car Free Day“).

Kostenfreier Nahverkehr und temporäre Spielstraßen: Autofreier Tag für Frankfurt vorgeschlagen

Straßen sollen in Abschnitten für den ruhenden und fließenden Verkehr gesperrt werden. Initiativen aus der Zivilgesellschaft sollen die Straßen temporär zu Spielstraßen umwandeln dürfen. Der öffentliche Nahverkehr soll an diesem Tag kostenfrei sein. Auch in Berlin war der Nahverkehr innerhalb der Stadtgrenze am 22. September 2021 kostenfrei.

„Prinzipiell ist das eine gute Idee“, sagte Katharina Knacker, die mobilitätspolitische Sprecherin der Grünen im Römer. Die Koalition werde sich den Antrag der Linken in Ruhe ansehen und dann entscheiden. Im Koalitionsvertrag gebe es zwar keinen Passus zum autofreien Tag. Knacker sagte, die Koalition sei über den Aktionstag hinaus an einer „dauerhaften Reduzierung des Individualverkehrs“ interessiert. Mal sehen, was das Jahr 2022 bringt. (Florian Leclerc)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare