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Frankfurt: Debatte über Polizeichef hält an

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Von: Georg Leppert

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Nach den Linken kritisieren nun auch die Grünen die Berufung von Stefan Müller zum Präsidenten der Frankfurter Polizei, weil dieser rassistische Worte verwendet hatte. Die FDP hingegen stellt sich hinter ihn.

Die Diskussion um die Berufung von Stefan Müller zum Frankfurter Polizeipräsidenten hält an. Nachdem die Linke im Römer in dieser Woche von einer „personellen Fehlentscheidung“ gesprochen hatte, stellte sich die FDP nun vor Müller. Der designierte Polizeipräsident verdiene eine Chance, sagte der Stadtverordnete Uwe Schulz.

Hintergrund der Debatte ist die rassistische Wortwahl, derer sich Müller im Zusammenhang mit der Reform des Spezialeinsatzkommandos bedient hatte, für die er im vergangenen Jahr nach Frankfurt gekommen war. Müller hatte sich anschließend dafür entschuldigt, dass er dabei das N-Wort verwendet hatte. Fortan dürfe Müllers Sprachgebrauch nicht mehr in den Mittelpunkt der Diskussion gestellt werden, findet FDP-Mann Schulz: „Jeder mag über sich selbst nachdenken, ob er immer ohne Fehl und Tadel durch das Leben gegangen ist.“

Kritisch äußerte sich die Fraktion der Grünen. Der Stadtverordnete Emre Telyakar wies darauf hin, dass Müller ein rassistisches Vokabular verwendet habe, wie es die Stadtverordnetenversammlung verurteilt habe. „Es ist klar, dass die hessische Polizei einen spürbaren Kurswechsel und eine deutliche Reform hin zum kritischen Umgang mit Rassismus braucht“, sagte Telyakar. Mit seiner Entscheidung knüpfe Innenminister Peter Beuth (CDU) an die Tradition des „Weiter so“ an, kritisierte der Grüne. geo

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