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Frankfurt: Das English Theatre kämpft für seinen Standort

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Von: Florian Leclerc

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Mit einer Kampagne kämpft das English Theatre Frankfurt dafür, weiterhin Theater im Gallileo-Turm zu zeigen. Foto: Christoph Boeckheler
Mit einer Kampagne kämpft das English Theatre Frankfurt dafür, weiterhin Theater im Gallileo-Turm zu zeigen. Foto: Christoph Boeckheler © Christoph Boeckheler

Der Mietvertrag für das English Theatre läuft im kommenden Jahr aus. Die zuständige Dezernentin wirbt im Kulturausschuss für eine Einigung zwischen Investor und der Commerzbank.

Mit einer Petition wirbt das English Theatre (ETF) in Frankfurt um Unterstützung für einen Verbleib im Gallileo-Turm. „Die Spielstätte ist in Gefahr“, teilte das English Theatre bei der Kampagne mit dem Titel „To Be — Or Not…? #TheETFMustStay“ mit. Mehr als 2000 Menschen haben die Petition auf Change.org (dort nach English Theatre suchen) bereits unterschrieben.

Nach einem Eigentümerwechsel gehört das Gebäude nun dem Investor Capitaland. Die frühere Eigentümerin Commerzbank ist noch bis Januar 2024 Mieterin. Zuletzt hatte die Commerzbank den Untermietvertrag mit dem English Theatre bis Mitte April 2023 verlängert und darauf verwiesen, das English Theatre müsse sich mit Capitaland auf einen neuen Mietvertrag einigen. Capitaland teilte auf Anfrage mit, erst nach Januar 2024 Miet-Optionen für das Gebäude erkunden zu wollen.

Städtebaulicher Vertrag sieht Theaternutzung vor

Das English Theatre appellierte an Politik und Bürger:innen in Frankfurt und Hessen: „Setzen sie sich mit all ihren Kräften für den Erhalt des ETF im Gallileo ein.“ Konkret forderte das Theater, den Mietvertrag fortzusetzen - entweder als Untermieter der Commerzbank oder als direkter Mieter von Capitaland. Das English Theatre rief die Commerzbank und Capitaland dazu auf, sich auf eine Lösung zu verständigen.

Das English Theatre wurde 1979 gegründet. Es zog 2003 in den Gallileo-Turm in der Gallusanlage 7 ein. Es ist das größte englischsprachige Theater auf dem Kontinent. Pro Saison kamen vor der Pandemie etwa 75 000 Gäste; während der Pandemie sank die Zahl um die Hälfte.

Im Kulturausschuss des Römers setzte sich Kulturdezernentin Ina Hartwig (SPD) am Donnerstag für eine Einigung zwischen Investor und Commerzbank ein. „Ich setze darauf, dass Capitaland und die Commerzbank eine Vereinbarung treffen werden“, sagte sie. Die Stadt und die Dresdner Bank hatten 1999 einen städtebaulichen Vertrag zum Gallileo-Turm geschlossen. Demnach ist im Souterrain „auf Dauer“ eine Spielstätte für den Theaterbetrieb vorgesehen. „Der Vertrag gilt auch für alle Rechtsnachfolger“, hielt Planungsdezernent Mike Josef (SPD) fest.

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