1. Startseite
  2. Frankfurt

Frankfurt: English Theater soll erhalten bleiben

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Andreas Hartmann, Florian Leclerc

Kommentare

Das English Theatre in Frankfurt bangt um seinen Standort.
Das English Theatre in Frankfurt bangt um seinen Standort. Foto: © Christoph Boeckheler

Die Grünen im Römer und die Frankfurter Jusos solidarisieren sich mit dem English Theatre in Frankfurt. Bei einer Petition kamen bislang 12000 Unterschriften zusammen.

Immer mehr Stimmen werden laut, die einen Erhalt des English Theatre (ET) in Frankfurt, immerhin des größten englischsprachigen Theaters auf dem europäischen Festland, fordern. Diesem droht nach dem Verkauf des Gallileo-Turms an der Gallusanlage der Verlust seiner Spielstätte im Keller des Hochhauses. Der neue Eigentümer Capitaland, der seinen Sitz in Singapur hat, hat sich noch nicht auf eine Fortsetzung des Mietvertrags festgelegt, die Commerzbank als bisherige Hauptmieterin hat dem Theater gekündigt.

Das bewegt inzwischen mehr als 12 000 Menschen, die bereits eine Petition zum Erhalt des English Theatre unterschrieben haben, und die Fraktionen im Frankfurter Römer. Am Dienstag meldeten sich die Grünen und die Jusos mit Solidaritätsaufrufen zu Wort.

Capitaland und die Commerzbank müssten sich bewusst sein, „dass diese traditionsreiche Institution des Frankfurter Kulturlebens zu den weichen Standortfaktoren gehört, mit denen Frankfurt für Arbeitnehmer:innen – nicht nur aus englischsprachigen Ländern – attraktiv wird“, sagte die Grünen-Stadtverordnete Julia Eberz, die Mitglied im Kulturausschuss ist.

Großbritannien diskutiert über das English Theatre

„Eine Räumung, mit der die Commerzbank noch immer droht, wäre ein absurder und inakzeptabler Schritt. Denn für das Erdgeschoss des Galileo-Turms ist eine kulturelle Nutzung vorgeschrieben“, meinte Juso-Sprecherin Karla Alpers.

Diskutiert wird die Zukunft des ET nun auch in Großbritannien. Die renommierte Zeitschrift „The Stage“ berichtete Ende Oktober in einem ausführlichen Artikel über die Probleme mit dem Mietvertrag. „Gespräche laufen“, sagte ET-Direktor Daniel Nicolai der Frankfurter Rundschau gestern auf Anfrage. „Wir sind weiterhin voller Hoffnung, dass sich eine Lösung anbietet.“ aph/fle

Auch interessant

Kommentare