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Frankfurt: Das eigeneJugendhaus mitgeplant

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Von: Pia Henderkes-Loeckle

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Nieder-Eschbach Der neue Treffpunkt im Ben-Gurion-Ring ist fertig

Das Ballspielfeld auf dem neuen Sport- und Freizeitgelände am Jugendhaus im Ben-Gurion-Ring 35-37 wird schon rege von den Jugendlichen genutzt. Badredine (14 Jahre) ist immer im Jugendhaus und spielt nur Fußball. In Zukunft wünscht er sich hier Turniere mit anderen Frankfurter Mannschaften. Ayman (16 Jahre) findet den neuen Platz großartig. „Jetzt kann man besser Fußball spielen“, sagt er. Beide haben sich mit Vorschlägen an der Planung beteiligt. Auch das macht die neu geschaffene Anlage besonders: Neben verschiedenen Institutionen haben sich insbesondere die Jugendlichen mit Ideen und Wünschen eingebracht und dann Mehrheitsentscheidungen getroffen. „Für die jungen Menschen ein anschauliches Beispiel praktizierter Demokratie“, sagt Svenja Klemen, Leiterin des Jugendhauses Am Bügel und des Mädchentreffs.

Öffnungszeiten

Die Freizeitangebote und das Sportgelände des Jugendhauses und des Mädchentreffs Am Bügel, Ben-Gurion-Ring 35-37 können Jugendliche ohne Anmeldung, aber nur zu den Öffnungszeiten nutzen: jeden Montag und Mittwoch von 14 bis 22 Uhr, Dienstag von 14 bis 21 Uhr, Donnerstag von 16 bis 20 Uhr und Freitag von 15 bis 18 Uhr nutzen. phl

Auf der ursprünglich verwilderten Grünbrache sind auf 2225 Quadratmetern neben einem multifunktionalen Ballspielfeld mit Tribüne, eine Parcour- und Calistheneticsanlage sowie Übungswände für Graffiti entstanden. Zusätzlich gibt es einen Bereich für den Mädchentreff mit Bodentrampolin, Hängeschaukel und Hängematte. „Damit konnten wir ein weiteres von den Bürgerinnen und Bürgern angeregtes Projekt zur Erneuerung der Siedlung Ben-Gurion-Ring erfolgreich umsetzen“, begrüßt Sport- und Planungsdezernent Mike Josef (SPD) die Gäste. Zur offiziellen Eröffnung schenkt er dem Jugendhaus einen Wanderpokal für künftige Fußballturniere. Bei Eröffnungsspiel will er mitkicken.

„Wir haben lange um die Modernisierung gekämpft“, sagt Ortsvorsteher Ernst Peter Müller (CDU) vom Ortsbeirat 15. Die ersten Anläufe datieren auf das Jahr 2007. In zwei Workshops haben sich 2018 die Jugendlichen mit ihren Ideen eingebracht. 2020 haben die Stadtverordneten die Stadterneuerung für die Siedlung Ben-Gurion-Ring beschlossen. Zwei Drittel der Gesamtkosten von 1 Millionen Euro kommen aus dem Städtebauförderprogramm „Sozialer Zusammenhalt“ von Bund und Land, 360 000 Euro von der Stadt. „Es geht hier nicht nur um eine Superanlage“, sagt Manfred Oschnikat, Vorsitzender des Evangelischen Vereins für Jugendsozialarbeit Frankfurt, Träger des Jugendhauses. Ihm ist wichtig, dass die jungen Menschen die hier verbrachte Zeit als etwas besonderes erleben. Rayam (14), Ayman (14), Usayd (13), Amin (10) und Davide (14) schwebt genau das vor. Zusammen mit Ayman und Badredine wollen sie es dem Team um Mike Josef zeigen. „Wir sind besser und gewinnen mit 5:2“, gibt sich Rayam selbstbewusst.

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