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Beim Neubau von Oper und Schauspiel in Frankfurt soll das denkmalgeschützte Wolkenfoyer berücksichtigt werden.
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Beim Neubau von Oper und Schauspiel in Frankfurt soll das denkmalgeschützte Wolkenfoyer berücksichtigt werden.

Städtische Bühnen

Frankfurt: Das alte Schauspielhaus von 1902 wird nicht rekonstruiert

  • Florian Leclerc
    VonFlorian Leclerc
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Der Magistrat lehnt das Bürgerbegehren der Aktionsgemeinschaft Schauspielhaus ab. Die wollte die Rekonstruktion eines Gebäudes von 1902.

Der Magistrat hat das Bürgerbegehren der Aktionsgemeinschaft Schauspielhaus zum Wiederaufbau des alten Schauspielhauses von 1902 abgelehnt. Er folgt damit der Argumentation des Rechtsamts, das ein Gutachten erstellt hatte.

Die Ablehnung begründet der Magistrat unter anderem damit, dass Titel und Begründung des Bürgerbegehrens in Teilen irreführend seien. Der Titel des sogenannten kassatorischen Bürgerbegehrens, das einen Beschluss der Stadtverordneten aufheben wollte, lautet „Rettet das Schauspielhaus“. Damit werde suggeriert, dass das alte Schauspielhaus noch existiere.

Dabei sei es im Krieg weitgehend zerstört worden. Nur 25 Prozent der Rohbausubstanz, zehn Prozent der Außenarchitektur, sieben Prozent der Baudekoration und ein Prozent der Inneneinrichtung seien heute noch vorhanden. Das Bürgerbegehren behaupte in der Begründung, das Schauspielhaus sei im Krieg „nur beschädigt“ worden. Das treffe nicht zu.

Kosten falsch angegeben

Laut Magistrat ist der Kostendeckungsvorschlag für den Wiederaufbau des alten Schauspielhauses unzureichend – ein weiterer Grund für die Ablehnung. Bei den Kosten ging die Initiative von 426 Millionen Euro aus. Der Magistrat weist darauf hin, dass darin weder Mehrwertsteuer noch Baupreissteigerung enthalten seien.

So kämen Kosten von rund 500 Millionen zustande. Die Stabsstelle Städtische Bühnen rechnet in einer Variante mit Kosten von 362 Millionen Euro für Abbruch, Neubau und Interim für das Schauspiel. Die Stadt habe sich verpflichtet, in den Haushalten von 2021 bis 2024 gut 663 Millionen Euro zu sparen.

Mehrkosten, wie sie der Vorschlag der Initiative mit sich bringe, seien damit nicht zu vereinen. Der Vorschlag der Initiative, die Kosten aus dem städtischen Haushalt zu entnehmen, reiche zur Kostendeckung nicht aus. Noch hätten die Stadtverordneten außer planerischen Mitteln kein Geld für den Neubau von Oper und Schauspiel bereitgestellt. Weiter gehe die Initiative davon aus, dass der heutige Theaterbetrieb in einem rekonstruierten Schauspielhaus untergebracht werden könne.

Architektenwettbewerb geplant

Allerdings sei die große Bühne im Schauspiel Frankfurt heute etwa doppelt so groß wie im Gebäude von 1902. Außerdem seien Seiten- und Nebenbühnen vorhanden, die es früher nicht gab. Platz für Werkstätten, Magazine, Büros und ein öffentliches Foyer seien im historischen Grundriss nicht vorgesehen.

„Ein moderner Spielbetrieb ist in einem auf der Basis des historischen Seeling-Baus rekonstruierten Gebäude nicht darstellbar“, heißt es.

Die künftige Koalition hat sich in dieser Wahlperiode auf einen Architektenwettbewerb zum Neubau von Oper und Schauspiel in der Innenstadt verständigt, unter Berücksichtigung des denkmalgeschützten Wolkenfoyers. Tanz soll wieder als dritte Sparte eingeführt werden.

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