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Die Schulen in Frankfurt bleiben offen – trotzdem haben viele Schüler:innen weiter Wechselunterricht oder sind ganz zu Hause.
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Die Schulen in Frankfurt bleiben offen – trotzdem haben viele Schüler:innen weiter Wechselunterricht oder sind ganz zu Hause. (Symbolbild)

Corona

Corona in Frankfurt: Schulschließungen sind nicht nötig – Dutzende positive Tests in Kitas

  • Steven Micksch
    vonSteven Micksch
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Die Stadt Frankfurt hat einige Daten ausgewertet und kommt zu dem Ergebnis, dass die Übertragungswahrscheinlichkeit in Schulen gering ist. In Kitas sieht es anders aus.

Frankfurt – Die Stadt Frankfurt sieht sich beim Umgang mit Infektionen in Schulen und Kindertagesstätten durch eine Auswertung von Daten bestätigt. Umfassende Schließungen der Einrichtungen seien derzeit nicht sinnvoll. Zudem sei die Übertragungswahrscheinlichkeit in Schulen gering.

Die Berichte über rasant zunehmende Infektionszahlen im Kindes- und Jugendalter habe das Frankfurter Gesundheitsamt veranlasst, seine vorliegenden Daten differenziert auszuwerten, erklärt Gesundheitsdezernent Stefan Majer (Grüne) in einer Pressemitteilung. So gab es zwischen 1. Januar und 7. April 25 Coronafälle in Schulen und 142 in Kitas.

Corona an Schulen und Kitas in Frankfurt: Tausende PCR-Tests

Wegen dieser Infektionen wurden in diesem Zeitraum 3668 PCR-Tests bei Kontaktpersonen in den Einrichtungen vorgenommen. Davon waren 183 positiv. Zehn der positiven Tests entfielen auf Schulen (ein Erwachsener, neun Schüler:innen), der Rest auf die Kitas.

In den Kindertagesstätten waren bei den PCR-Tests 3,2 Prozent der getesteten Erwachsenen und 6,5 Prozent der getesteten Kinder positiv. Die Daten legen somit nahe, dass in Kindertagesstätten von einer höheren Übertragungswahrscheinlichkeit ausgegangen werden müsse, da dort Schutzvorkehrungen nicht konsequent umgesetzt werden können.

Corona: Stadt Frankfurt will an Konzept für Schulen und Kitas festhalten

Gestützt auf die Zahlen will die Stadt aber am bisherigen Konzept festhalten. Wird ein positiver Fall gemeldet, sollen die Kontaktpersonen detailliert erfasst und ebenfalls getestet werden. „So können eventuelle Infektionsketten in der Einrichtung zuverlässig unterbunden werden“, sagt Majer. Mit Einhaltung der Hygieneregeln (insbesondere durch den Einsatz von Masken) könnten diese Einrichtungen ohne besonderes Risiko betrieben werden.

Trotzdem werden wegen der anhaltend hohen Corona-Zahlen in einigen hessischen Städten und Kreisen die Schulen nach den Osterferien geschlossen bleiben. Verantwortlich für den Schritt ist das Eskalationskonzept der Landesregierung, das ab einer Inzidenz von 200 Distanzunterricht vorsieht. Das teilte ein Sprecher des Kultusministeriums am Freitag (16.04.2021) in Wiesbaden mit.

Etliche Landkreise in Hessen lassen Schulen wegen Corona geschlossen

Entsprechendes hätten bislang der Schulträger der Stadt und des Landkreises Gießen, des Lahn-Dill-Kreises, des Landkreises Limburg-Weilburg sowie der Stadt und des Landkreises Fulda angekündigt, sagte der Sprecher. Dort liegt die Inzidenz – also die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner:innen binnen sieben Tagen – über der kritischen Marke.

Die Abschlussklassen und -prüfungen sind an diesen Schulen von der Regelung ausgenommen. Die Abiturprüfungen sollen nach den Plänen von Kultusminister Alexander Lorz (CDU) wie geplant ab dem 21. April an Hessens Schulen geschrieben werden. In der Regel wird an den Schulen auch eine Notbetreuung eingerichtet.

Wegen Corona keine weiteren Öffnungsschritte an Schulen in Hessen

Hessen verzichtet zum Schulbeginn nach den Osterferien am Montag wegen der anhaltend hohen Corona-Zahlen auf weitere Öffnungsschritte. Für die Schüler:innen der Jahrgangsstufen eins bis sechs bleibt es demnach grundsätzlich bei Wechselunterricht. Die Jahrgänge ab der siebten Klasse werden wie schon vor den Ferien im Distanzunterricht mit Homeschooling und die Abschlussklassen im Präsenzunterricht bleiben.

In den hessischen Kitas werde es weiterhin kein sogenanntes Betretungsverbot geben, lediglich eine Empfehlung an die Eltern, die Kinder möglichst zu Hause zu betreuen, teilt das Land mit. Die Kinder in den Einrichtungen bleiben von Testungen ausgenommen. Für Erzieher:innen hingegen gebe es weiter ein regelmäßiges Testangebot. (Steven Micksch mit dpa)

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