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Corona-Verordnung

Frankfurt: Shoppen vor Weihnachten ab sofort nur noch mit 2G-Nachweis

  • Helen Schindler
    VonHelen Schindler
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Seit Montag gilt in Hessen auch im Einzelhandel 2G. In der Frankfurter Innenstadt wird das gewissenhaft kontrolliert – und die Kundinnen und Kunden bleiben entspannt.

Frankfurt am Main - Auf der Zeil in Frankfurt zeigt sich am Montagmittag (06.12.2021) ein einheitliches Bild: An fast allen Geschäften sind Hinweise auf die 2G-Regel zu sehen, an den Eingängen stehen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, oft an einem kleinen Stehtisch, und kontrollieren Impfnachweise und Personalausweise. Vor vielen größeren Geschäften bilden sich Schlangen, doch die Kundinnen und Kunden wirken entspannt.

Seit Sonntag (05.12.2021) gilt in Hessen auch im Einzelhandel die 2G-Regel: Shoppen geht nur noch mit Impf- oder Genesenennachweis. Ausgenommen davon sind Geschäfte der Grundversorgung, wozu unter anderem Supermärkte, Drogerien, Apotheken und Baumärkte zählen. Wer sich aus gesundheitlichen Gründen nicht impfen lassen kann, kann ein ärztliches Attest vorzeigen.

Shoppen in Frankfurt: Digitale Nachweise werden gescannt

Die meisten Menschen, die am Montagmittag bei C&A auf der Zeil anstehen, halten ihren digitalen Nachweis am Handy oder ihren gelben Impfnachweis bereit. Zwei in Schwarz gekleidete Sicherheitsmitarbeiter scannen die digitalen Nachweise und lassen sich auch die Ausweise zeigen. Ein Mann in der Schlange ist nur einmal geimpft. „War das Johnson und Johnson?“, fragt der Mitarbeiter. War es wohl, der Kunde darf rein.

Am Eingang der Galeria auf der Frankfurter Zeil lässt sich ein Mitarbeiter 2G-Nachweise und Ausweisdokumente zeigen.

Ein paar Meter weiter bei H&M kontrolliert am Eingang eine Mitarbeiterin die Nachweise, lässt sich den Personalausweis allerdings nicht zeigen. Neben ihr weist ein Schild darauf hin, dass Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre ihr Testheft aus der Schule vorzeigen können. Ein Mann will in den Laden, er sagt, er sei vorhin schon zum Einkaufen hier gewesen und habe nun seinen Impfnachweis nicht mehr zur Hand. Die Mitarbeiterin weist ihn ab. „Das ist mein Job“, sagt sie.

Frankfurt: In der Markthalle herrscht 3G

Bei P&C ist nur ein Eingang geöffnet, der mit gelb-schwarzen Absperrungen gekennzeichnet ist. Dort können sich Menschen von rechts und links anstellen. Zwei Sicherheitsmitarbeiter kontrollieren die Nachweise am Eingang. Auch vor der Galeria hat sich eine kleine Schlange gebildet. „Bitte auch immer einen Ausweis bereithalten“, ruft einer der Sicherheitsmitarbeiter den Wartenden zu. Im Untergeschoss der Galeria, in der Markthalle, herrscht 3G. Doch wer von da aus mit der Rolltreppe nach oben ins Erdgeschoss fahren will, muss ebenfalls den Nachweis zeigen.

Am Eingang des Einkaufszentrums MyZeil wird nicht kontrolliert, dafür ist jeder Laden selbst zuständig. Auf die Frage, ob sie den Nachweis sehen will, antwortet eine Mitarbeiterin im Kosmetikladen Lush: „Wir sind uns nicht ganz sicher, ob wir als Drogerie zählen“, lässt ihn sich dann aber zeigen. Beim Haushaltswarengeschäft Lorey im ersten Stock sagt der Mitarbeiter, der für die Kontrollen zuständig ist, bisher habe es keine Probleme gegeben. „Das war alles super.“ Die Kundinnen und Kunden wüssten über die Corona-Regel Bescheid und zeigten ihre Nachweise ohne Diskussion.

Ähnliches berichtet ein Mitarbeiter von Papier Kraemer in der Liebfrauenstraße, der sich mit Kolleg:innen in einstündigen Schichten abwechselt, um die Nachweise zu kontrollieren. „99 Prozent der Kundinnen und Kunden wissen Bescheid und sind kooperativ. Ich hatte es mir schwieriger vorgestellt“, sagt er.

2G in Frankfurt: Im Grunde läuft es gut

Bardo Hildmann, Geschäftsführer von Betten Zellekens in der Sandgasse, kontrolliert die Nachweise gemeinsam mit seinen Mitarbeitern. „Es hat heute keiner diskutiert. Das hat alles gut geklappt, die Kunden wussten Bescheid“, erzählt er und ergänzt: „Ich denke, dass die meisten unserer Kunden geimpft sind.“ Die 2G-Regelung sei ihm lieber als ein weiterer Lockdown. „Im Winter, von Oktober bis Februar, haben wir unser Hauptgeschäft. Wenn noch mal ein Lockdown kommt, das wäre das Schlimmste überhaupt.“

Angelika Kleine, Inhaberin des Bürstenhauses in der Töngesgasse, hat am ersten Tag mit der neuen Regelung ähnliche Erfahrungen gemacht: „Im Grunde genommen läuft es gut“, sagt sie. „Meine Kunden wissen zu 98 Prozent über die 2G-Regel Bescheid, ein Prozent sagt auf Nachfrage: ja natürlich, ein Prozent mault. Ich diskutiere da aber nicht.“ Für Kund:innen, die nicht geimpft sind, bietet Kleine eine telefonische Beratung an; die Ware könne dann an der Tür abgeholt werden. (Helen Schindler)

Rubriklistenbild: © Monika Müller

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