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Keine Enge im Sommergarten.

Corona

Cluberlebnis trotz Pandemie

  • Claus-Jürgen Göpfert
    vonClaus-Jürgen Göpfert
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Mehr als 32.500 Menschen haben die „Kultursommergärten“ in Frankfurt besucht. Die Veranstalter sehen das als Beleg, dass sichere Veranstaltungen auch während der Pandemie möglich sind.

Die Clubkultur in Frankfurt hat der Corona-Pandemie getrotzt. So sehen es zumindest die Betreiber von Batschkapp, Tanzhaus West und Bett sowie der Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga). Sie zogen eine zufriedene Bilanz der gemeinsamen Aktion „Kultursommergärten“. Vom 20. August bis 3. Oktober konnten mit eigens ausgearbeiteten Hygieneplänen an den drei Orten in der Stadt insgesamt 47 Veranstaltungen organisiert werden. Mehr als 32 500 Menschen kamen zu den Open-Air-Angeboten. Die Auslastung der Plätze erreichte 89 Prozent.

Die Organisatoren sehen das als Beleg dafür, dass mit entsprechenden Vorsichtsmaßnahmen auch im kommenden Herbst sehr wohl Open-Air-Konzerte angeboten werden können. Mehr als 200 Künstlerinnen und Künstler traten auf, für mehr als 400 Solo-Selbstständige und Angehörige des technischen Personals gab es in diesen Wochen Arbeit. Robert Mangold, der Vizepräsident des Dehoga Hessen, hebt hervor, dass sich in der gesamten Zeit niemand mit Corona angesteckt habe.

Die Batschkapp durfte 650 Menschen unterbringen, das Tanzhaus West genau 368 und das Bett 350. Batschkapp-Betreiber Ralf Scheffler berichtet, die Besucherinnen und Besucher seien glücklich gewesen, endlich wieder Auftritte zu erleben. Matthias Morgenstern vom Tanzhaus West betont, die von den Organisatoren entwickelten und vom städtischen Gesundheitsamt genehmigten Hygienepläne hätten „funktioniert“.

Dehoga-Vizepräsident Mangold richtet einen eindringlichen Appell an die politisch Verantwortlichen in Stadt und Land. Die Zeit sei reif, die Veranstaltungsbranche „aus dem Lockdown zu holen“. Es gehe jetzt darum, „existenzbedrohliche Situationen“ für die Beschäftigten abzuwenden. Die Clubs könnten die Corona-Vorschriften sehr wohl „professionell einhalten“, es gebe eine Perspektive für sie.

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