Ride-Sharing

Clevershuttle will Ride-Sharing in Frankfurt ausbauen

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Clevershuttle will das sogenannte Ride-Sharing in Frankfurt ausbauen. Die Fahrten seien 60 Prozent günstiger als mit dem Taxi.

Bislang fährt ein einziges Fahrzeug des Fahrdienstes Clevershuttle durch Frankfurt, aber das könnte sich bald ändern. Das Unternehmen, dessen Geschäftsmodell es ist, dass sich Fahrgäste die Fahrten teilen und Geld dabei sparen, will eine ganze Flotte in Frankfurt aufbauen.

Eine entsprechende Genehmigung der Stadt stehe noch aus, könnte aber bis Mitte März erteilt werden, sagte der Sprecher des Unternehmens auf Anfrage der Frankfurter Rundschau. Beim Ride-Sharing nimmt ein Fahrer mehrere Fahrgäste entlang der Strecke auf, der Preis wird entsprechend geringer. Die Buchung erfolgt per App.

Schon jetzt hat die Koalition aus CDU, SPD und Grünen im Römer einen Etatantrag zum Ride-Sharing im Verkehrsausschuss bewilligt. Formal beschlossen wird der Antrag in der Stadtverordnetenversammlung am Donnerstag.

Demnach soll der Magistrat prüfen, wie viel es kosten würde, wenn ein Ride-Sharing-Anbieter wie Clevershuttle und die Verkehrsgesellschaft Frankfurt (VGF) miteinander kooperierten. Vorgesehen ist, dass der Anbieter die VGF in den schlecht angebundenen Randbezirken der Stadt unterstützt, wo Bus und Bahn frühmorgens und spätabends nur selten fahren. Von dort aus sollen die Fahrgäste in die Fahrzeuge steigen, um zu ihren jeweiligen Zielen zu gelangen. Eine solche Kooperation mit Clevershuttle gibt es bereits in Lübeck.

Anders als beim Car-Sharing sind die Fahrer beim Anbieter angestellt. Die Koalition legt Wert darauf, dass nach Tarif bezahlt wird, die Fahrer einen Personenbeförderungsschein haben und ddass emissionsfreie Fahrzeuge zum Einsatz kommen. Genau solche Elektro- und Wasserstoffautos betreibt Clevershuttle schon in mehreren deutschen Städten. In Berlin sind den Angaben zufolge 30 Fahrzeuge, in Hamburg 50, in Leipzig 70. In Dresden, München und Stuttgart sei das Unternehmen, das mehrheitlich der Deutschen Bahn gehört, ebenfalls aktiv.

Weil die Stadt Frankfurt noch keine Genehmigung erteilt habe, biete Clevershuttle die Fahrten in dem einzigen Fahrzeug bislang zu einem Spottpreis an. So koste eine Fahrt pro Person 20 und 30 Cent. „Wir fahren deutlich unter den Betriebskosten“, sagt der Sprecher.

Dabei könne es zwar nicht bleiben. Dennoch lägen die Preise in den deutschen Städten deutlich unter denen der Taxibranche. „Wir sind etwa 60 Prozent günstiger als Taxis“, sagt der Sprecher. Das Unternehmen siedle sich preislich zwischen Taxis und Bus und Bahn an. Damit sieht sich die Taxibranche in Frankfurt neben dem Fahrdienstleister Uber, der ebenfalls in Stadt unterwegs sind, weiterer Konkurrenz ausgesetzt.

Der Etatantrag stellt fest, dass Ride-Sharing eine Möglichkeit ist, die individuellen Autofahrten in der Stadt zu verringern, um die Grenzwerte für Schadstoffe einzuhalten. Das sei angesichts der Gerichtsverfahren zu Fahrverboten, die in der Schwebe seien, geboten.

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