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Römer Frankfurt Römerberg Rathaus Weihnachten Weihnachtsbaum
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Weihnachtsbaum vor der Römer in Frankfurt.

Römerbriefe

Charles Dickens‘ Geister suchen OB Feldmann und Co. heim ‒ eine Weihnachtsgeschichte aus dem Römer

  • Sandra Busch
    vonSandra Busch
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  • Georg Leppert
    Georg Leppert
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Geister à la Charles Dickens suchen an Weihnachten den Römer in Frankfurt heim. Ob es für die Kommunalwahl 2021 hilft? Die FR-Glosse aus dem Frankfurter Rathaus.

Georg Leppert: Ho, ho, ho.

Sandra Busch: Bitte nicht. Heute schreiben doch alle über Weihachten.

Leppert: Lass uns zumindest eine Weihnachtsgeschichte sehr frei nach Charles Dickens erzählen.

Busch: Von mir aus.

Frohes Fest, liebe Freundinnen und Freunde der Kommunalpolitik. Keine lange Vorrede heute. Wir danken dem gesamten Ensemble der Römerbriefe: Opa Postleb, dem Sonnenkönig, Jan Schneider:innen, Bäppi, der nicht mehr Bäppi ist... Und weil es so ein anstrengendes Jahr war, kommt hier unsere Version von „A Christmas Carol“. In der Hauptrolle: die Römer-Koalition, die in der Weihnachtsnacht Besuch von drei Geistern bekommt.

Geister der Weihnacht tauchen im Römer in Frankfurt auf

Der Geist der Vergangenheit tritt als Erster auf. Er besucht die Grünen im Magistrat: Umweltdezernentin Rosemarie Heilig und Gesundheitsdezernent Stefan Majer. Der Geist führt Heilig und Majer zurück bis zum 6. März 2016. Kommunalwahlen in Frankfurt. Mindestens 20 Prozent sollten es sein, hatten die Grünen zuvor gesagt. Sie landen bei 15,3 Prozent. Wochenlang ist nicht klar, ob die Grünen oder die Freien Demokraten in die Koalition mit CDU und SPD dürfen. Erst als sie Sarah Sorge und Olaf Cunitz opfern, dürfen die Grünen mitregieren.

„So kann es am 14. März 2021 wieder werden“, sagt der Geist.

„Aber wir haben die letzten Wahlen in Frankfurt gewonnen“, sagt Stefan Majer.

„Das war, als ihr den Mainkai noch nicht geöffnet hattet und die Bäume im Danni noch standen“, erwidert der Geist.

„Wie können wir das verhindern?“, fragt Rosemarie Heilig.

„Rückt nie von eurem Wahlprogramm ab“, rät der Geist.

„Aber die CDU...“, sagt Majer noch.

Doch der Geist der Vergangenheit ist verschwunden.

Römer in Frankfurt: Geist der Gegenwart sucht OB Feldmann heim

Wenig später: Der Geist der Gegenwart besucht Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD). Er nimmt ihn mit ins OB-Büro. Dort sitzen Büroleiter Nils Bremer und Pressesprecher Olaf Schiel und überlegen, was Feldmann den Frankfurterinnen und Frankfurtern ohne jede Absprache mit der Koalition versprechen könnte: Die Mieten werden halbiert, der Bembel kostet nur noch einen Euro, die Kaugummiautomaten an den Bushaltestellen funktionieren auch ohne dass man 50 Cent einwirft. Drei Zimmer weiter sitzen CDU und Grüne und hören über eine Wanze hinter dem Wandbild im OB-Büro mit. Noch bevor Feldmann an die Öffentlichkeit gegangen ist, verschicken sie Pressemitteilungen: „Der Sonnenkönig... Belastung für Frankfurt... der Stadtgesellschaft nicht würdig...“

Die Weihnachtsnacht endet langsam, doch es fehlt noch der Geist der Zukunft. Er schnappt sich CDU-Chef Jan Schneider und führt ihn in die SPD-Parteizentrale im Römer. Es ist der 30. April 2021, die neue Römer-Koalition stellt sich vor. Am Tisch sitzen Mike Josef (SPD/künftiger Bürgermeister). Dominike Pauli (Linke/künftige Sozialdezernentin) und bald auch ein Verkehrsdezernent der Grünen, aber Heiko Nickel und Wolfgang Siefert müssen erst bei einem Radrennen klären, wer den Job bekommt. Die CDU ist raus.

Nach Geister-Traum: Mannschaft im Römer wacht mit Angstschweiß auf

„Wie kann das sein?“, fragt Schneider.

„Ihr habt immer nur gesagt, dass der OB blöd ist, das war zu wenig“, sagt der Geist.

„Aber unser Wahlprogramm...“, erwidert Schneider.

„Für die Grünen unzumutbar“, sagt der Geist.

Der erste Weihnachtsfeiertag: Feldmann, Schneider, Majer und Heilig wachen schweißgebadet auf. Erleichtert stellen sie fest, dass sie nur geträumt haben. Schnell laufen sie zum Römer, holen unterwegs Kämmerer Uwe Becker (CDU) ab und stellen gemeinsam und ganz ohne Zwist und Vorwürfe einen Plan auf, wie Frankfurt aus der Corona-Krise kommt und die tollste Stadt von allen bleibt. (Sandra Busch und Georg Leppert) Sandra Busch und Georg Leppert gehören zum Römer-Team der FR, das aus dem Frankfurter Römer berichtet.

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