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Frankfurt-Innenstadt: Quader zur Terrorabwehr sollen verschönert werden

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Von: Georg Leppert

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Schön sind die Betonsperren nicht. Foto: Rolf Oeser
Schön sind die Betonsperren nicht. © ROLF OESER

Die Christdemokraten fordern Geld aus einem Investitionsprogramm für die Innenstatdt. Die Koalition deutet Zustimmung an.

Frankfurt - Die Betonquader, die die Stadt in den vergangenen vier Jahren als Schutz vor terroristischen Angriffen in der Innenstadt und in Sachsenhausen aufstellen ließ, sollen verschönert werden. Das fordert die CDU im Römer. Zwar wurde der Antrag am Montag im Ausschuss für Sicherheit zurückgestellt. Für die Regierungskoalition sagte der Stadtverordnete Christoph Rosenbaum (Grüne) aber: „Wir unterstützen das prinzipiell.“

Die Sperren waren seit Anfang 2018 als Reaktion auf die Terroranschläge in Berlin und Nizza aufgestellt worden. Sie stehen etwa an Opernplatz, Zeil, Rossmarkt, Freßgass’, Hauptwache und in Alt-Sachsenhausen. Die Ästhetik war von Anfang an Thema. Zwar gab es mehrere Vorschläge, die Quader zu verschönern. Zumindest dauerhaft kam es dazu aber nicht – sie blieben ebenso grau wie hässlich.

Frankfurt: Sperren zur Terrorabwehr sind „Teil des Alltags“ geworden

Das Aufstellen der Sperren habe seinerzeit keinen Aufschub geduldet, sagte Martin-Benedikt Schäfer (CDU). Sie seien „Teil unseres Alltags geworden“. Umso wichtiger sei es, sie ästhetisch anspruchsvoller zu gestalten. Leider habe die Stadt eine Frist verstreichen lassen, eine halbe Million Euro aus einem Programm des Landes abzurufen, kritisierte Schäfer. Nun sollten die Stadtverordneten sich um Geld aus dem „Frankfurt Plan“ bemühen. Dabei handelt es sich um ein städtisches Investitionsprogramm für die Innenstadt nach der Corona-Krise, das insgesamt 30 Millionen Euro umfasst.

Die neue Sicherheitsdezernentin Annette Rinn (FDP) wies Schäfer darauf hin, dass die alte Stadtregierung aus CDU, SPD und Grüne die Mittel aus dem Landesprogramm hätte abrufen müssen. Die Stadt hätte sich aber finanziell in stattlicher Höhe beteiligen müssen, deshalb habe sich der Magistrat seinerzeit dagegen entschieden. (Georg Leppert)

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