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Frankfurt: CDU kritisiert Stellenwachstum im Kulturbereich

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Von: Florian Leclerc

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Ein Blick ins Caricatura-Museum während der „Greser & Lenz“-Ausstellung. Das Museum wird als Fachbereich des Kulturamts geführt. Foto: Christoph Boeckheler:
Ein Blick ins Caricatura-Museum während der „Greser & Lenz“-Ausstellung. Das Museum wird als Fachbereich des Kulturamts geführt. © Christoph Boeckheler

In Frankfurt haben die städtischen Museen acht Stunden in der Woche weniger auf. Aus Sicht der CDU im Römer wird an der falschen Stellen gespart.

In Frankfurt hat Kulturdezernentin Ina Hartwig (SPD) verkürzte Öffnungszeiten in zahlreichen städtischen Museen eingeführt, um Kosten in Höhe von 750 000 Euro im Jahr zu vermeiden. Aus Sicht der CDU im Römer wird an der falschen Stelle gespart.

Nils Kößler, der Fraktionschef der CDU im Römer, sagte im Kulturausschuss am Donnerstag: „Die Einsparungen von 750 000 Euro im Jahr, die Frau Hartwig jetzt durch stark reduzierte Öffnungszeiten der Frankfurter Museen zulasten aller Menschen herbeiführen will, könnte sie auch einfach dadurch erzielen, dass man den von ihr über die letzten Jahre aufgeblähten Personalapparat wieder auf eine angemessene Größe zurückführt.“

Im Kulturamt habe es zur Zeit von Kulturdezernent Felix Semmelroth (CDU) bis 2016 noch exakt 46,27 Stellen gegeben, führte er aus. Seit dem Amtsantritt von Ina Hartwig habe sich die Stellenzahl auf mittlerweile 64,71 Stellen erhöht. Dies bedeute einen Zuwachs von rund 40 Prozent, sagte er. Auch im Kulturdezernat sieht Kößler eine Erhöhung der Stellenzahl – von neun Stellen unter Semmelroth auf mittlerweile 15 Stellen. Zu den Stellen im Dezernatsbüro zählt Kößler die Dezernentin und die Mitarbeiter der Stabsstelle Zukunft Städtische Bühnen mit dazu.

Das Kulturdezernat rechnet ohne die Dezernentin und die Stabsstelle und kommt so auf zwölf Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Kulturdezernat, inklusive Sekretärin und Fahrer. Sie seien, mit Ausnahme des Fahrers und der Sekretärin, auch auf der Website kultur-frankfurt.de aufgeführt. Damit sei das Kulturdezernat kleiner oder vergleichbar mit anderen Dezernaten, sagte ein Sprecher des Dezernats.

Höchste Überstundenzahl

Im Kulturamt und im Caricatura-Museum, das als Fachbereich des Kulturamts geführt wird, seien von insgesamt 52,71 Stellen aktuell 51 Stellen besetzt. 1,71 Stellen unterlägen der normalen Fluktuation und seien nicht besetzt wegen Pensionierungen, Altersteilzeit oder laufenden Ausschreibungen. Zähle man die zwölf Stellen des Dezernatsbüros hinzu, komme man auf 64,71 Stellen laut Stellenplan.

„Ich bin stolz auf jede Stelle, die ich geschaffen habe“, sagte Kulturdezernentin Ina Hartwig im Kulturausschuss. Die Stellen seien zum Beispiel den Museen zugute gekommen, unter anderem für die Digitalisierung der Sammlungen.

Im Kulturamt und im Kulturdezernat gebe es eine der höchsten Überstundenzahlen der Stadtverwaltung, führte der Dezernatssprecher weiter aus. Das merke der Personalrat regelmäßig an. Tatsächlich bräuchte es eine Entlastung, um die wachsenden Aufgaben angemessen zu verteilen.

Mathias Pfeiffer (BFF) griff den Vorschlag der CDU-Fraktion auf, am Personal zu sparen, allerdings nicht im Kulturamt, sondern bei den Dezernaten. „Zwölf Dezernate sind einfach zu viel.“

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