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In Frankfurt gibt es Streit um die Verkehrsführung in der Berliner Straße.

Verkehr

CDU Frankfurt kämpft für Berliner Straße

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Die Frankfurter SPD plant, die Berliner Straße von vier auf zwei Spuren zu reduzieren. Die CDU widerspricht vehement.

  • Frankfurt: Streit um Verkehrsführung in der Berliner Straße
  • SPD plant Umgestaltung, CDU winkt ab
  • Sozialdemokraten wollen mehr Raum für Radfahrer

Die CDU-Fraktion im Römer hat Plänen der SPD für eine Umgestaltung der Berliner Straße eine deutliche Absage erteilt. Die Sozialdemokraten hätten aus dem „verkehrspolitischen Desaster der Mainkai-Sperrung nichts gelernt“, sagte der verkehrspolitische Sprecher der CDU, Martin Daum, am Montag.

Der Frankfurter SPD-Chef und Planungsdezernent Mike Josef hatte vorgeschlagen, die Berliner Straße auf zwei Spuren zurückzubauen. Die frei werdenden Flächen sollten für Radspuren und einen Boulevard mit Cafés und Restaurants genutzt werden.

CDU Frankfurt: „Für uns nicht verhandelbar“

Die Berliner Straße müsse für den Autoverkehr vierspurig bleiben, „das ist im Koalitionsvertrag vereinbart und für uns nicht verhandelbar“, erwiderte Martin Daum. Bei einer Reduzierung der Spuren würde auch der Wirtschaftsverkehr kostspielige Zeit verlieren.

Daum wies damit auch Forderungen der Grünen zurück, nach dem Ende der Mainkai-Sperrung im September einen neuen Verkehrsversuch zu starten und die Berliner Straße einzubeziehen. Am Mainkai aber sollte es nach der Wiedereröffnung der Straße nur noch eine Fahrspur in jede Richtung geben, schlagen die Christdemokraten vor

Frankfurter FDP gegen Änderungen in der Corona-Krise

Auch die FDP-Fraktion lehnte Josefs Vorstoß ab, zumal „solche Gedankenspiele“ in der Corona-Krise ohnehin sinnlos seien, so Fraktionschefin Annette Rinn: „Es ist völlig offen, wie sich das Verkehrsaufkommen nach der Krise entwickeln wird.“

Georg Leppert

Die SPD im Frankfurter Römer drängt auf eine Verlängerung der testweisen Sperrung des Mainkais für Autos. Dauerhaft will sie, dass die Straße einem Park weicht.

Die Menschen in Frankfurt* halten sich fast ausnahmslos an die Pflicht, in Geschäften und im öffentlichen Nahverkehr einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen.

Die Arbeit der Frankfurter Naturfreunde* ist durch Kontaktbeschränkungen beinahe zum Erliegen gekommen. Ein Beispiel dafür, wie Corona soziale Organisationen beeinträchtigt.

*fr.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

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