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Frankfurt: CDU für Umzug der Europäischen Schule an die Mainwasen

  • Florian Leclerc
    vonFlorian Leclerc
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Die CDU im Römer hat ein Konzept für den Umzug der Europäischen Schule vorgestellt. Die Sportvereine an den Mainwasen sollen ebenfalls umziehen.

Die CDU im Römer hat ihr Konzept für den Umzug der Europäische Schule Frankfurt (ESF) an die Mainwasen in Sachsenhausen vorgestellt. Das Architekturbüro Wentz & Co. hat es erarbeitet.

Wie Jan Schneider, Baudezernent und Vorsitzender der CDU Frankfurt ausführte, sei die Stadt verpflichtet, der Schule, die aus allen Nähten platze, neue Flächen bereit zu stellen. Der Bund habe entsprechenden Druck gemacht - und selbst nach Flächen gesucht, allerdings erfolglos.

An den Mainwasen befinden sich zwei Sportvereine und ein Kleingartenverein. Die Sportvereine sollen ebenfalls umziehen. Für einen Neubau der Europäischen Schule an den Mainwasen soll die Gerbermühlstraße nach Norden zur Bahntrasse verschwenkt werden, wie Schneider ausführte. Das Mainufer werde aufgewertet. Ein Großteil der Bäume bleibe erhalten. Etwa acht bis zehn Parzellen des Kleingartenvereins fielen weg.

Den Sportvereinen VfL Germania 1895 und SV 1894 Sachsenhausen bot Schneider ein neues Areal zwischen Offenbacher Landstraße und Oberräder Fußweg an, nördlich der katholischen Hochschule Sankt Georgen. Die Vereine hätten Offenheit für den Umzug signalisiert, sagte er.

Wie Sportdezernent Markus Frank (CDU) ausführte, soll die neue Sportanlage an der Offenbacher Landstraße in Oberrad zwei Fußballfelder aus Kunstrasen erhalten - bislang haben die Vereine drei Spielfelder. Hinzu kämen Kleinspielfelder in Käfigen, ein Kinderspielplatz, eine Grillhütte, Parkflächen, eine Multifunktionsgebäude und Tennisplätze. „Es wäre die modernste Sportanlage, die wir in Frankfurt hätten.“

Roland Limberg von der CDU in Oberrad sprach die Sorgen der Bürgerinnen und Bürger an. Diese befürchteten, dass sich der Lärm durch eine neue Sportanlage an der Offenbacher Landstraße erhöhe, es zu Lichtbelästigung komme und der Verkehr zunehme. Andere Bürgerinnen und Bürger, die an der Zoom-Konferenz teilnahmen, gaben zu Bedenken, dass ein Verschwenken der Gerbermühlstraße zu mehr Verkehr und Lärm am Strahlenberger Weg und im Bärengarten führen werde. Mit den Anwohnerinnen und Anwohner und dem Ortsbeirat sei nicht gesprochen worden. „Wir sind in einem frühen Stadium des Prozesses“, sagte Schneider. Als nächstes würden die Pläne dem Bund, dann den Bürgern und dem Ortsbeirat vorgestellt. Er gehe nicht davon aus, dass die Europäische Schule bis 2025 neu gebaut sein werde.

Die ESF ist im Praunheimer Weg 126 untergebracht. Eröffnet wurde sie 2002. Der Hauptunterricht für rund 1600 Schülerinnen und Schüler findet in Deutsch, Englisch, Französisch, Italienisch und Spanisch statt, darüber hinaus in fast allen Sprachen der EU-Mitgliedsländer. Bis zum Jahr 2025 wird eine Schülerzahl von 2244 erwartet. Dafür ist das jetzige Gebäude zu klein.

In der Römer-Koalition ist der neue Schulstandort umstritten. Die Grünen im Römer können sich einen Umzug in die Mainwasen vorstellen. Die SPD-Fraktion setzt sich für einen Standort am Kaiserlei ein.

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