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Frankfurt: CDU fordert Einsatz für Industriepark Fechenheim

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Von: Christoph Manus

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Das Chemieunternehmen Allessa nutzt den größten Teil des Industrieparks Fechenheim an der Hanauer Landstraße in Frankfurt. Deren Muttergesellschaft würde das Gelände gern erwerben.
Das Chemieunternehmen Allessa nutzt den größten Teil des Industrieparks Fechenheim an der Hanauer Landstraße in Frankfurt. Deren Muttergesellschaft würde das Gelände gern erwerben. © christoph boeckheler*

Die Frankfurter CDU-Fraktion äußert Sorge um das Allessa-Areal in Frankfurt. Denn das soll per Bieterverfahren verkauft werden. Die Stadt müsse für den Standort kämpfen, fordert sie.

Die CDU im Frankfurter Römer warnt vor den möglichen Folgen des geplanten Verkaufs des Industrieparks Fechenheim für den Wirtschaftsstandort. Der Schweizer Chemiekonzern Clariant hat angekündigt, das 43,6 Hektar große Areal an der Hanauer Landstraße, auf dem etwa 1500 Menschen arbeiten, über ein zweistufiges Bieterverfahren zu veräußern. Dabei dürfe die Stadt nicht tatenlos zusehen, warnt Christiane Loizides, die wirtschaftspolitische Sprecherin der CDU-Fraktion. Sonst könne es sein, dass ein neuer Eigentümer dort große neue Rechenzentren errichten will. Es sei aber sehr wichtig, den Industriepark im Osten Frankfurts als Chemiestandort zu sichern. Den größten Teil des Geländes nutzt bisher das Chemieunternehmen Allessa.

„Wir fordern die Stadt nachdrücklich auf, sich bei Clariant einzusetzen, dass nicht das höchste Gebot, sondern die für Frankfurt günstigste Lösung den Zuschlag erhält“, sagt Loizides im Gespräch mit der FR. Dabei müsse die Stadt dem Konzern klarmachen, dass das Gelände als Chemiestandort erhalten bleiben müsse. Diese könne, um eine andere Entwicklung zu verhindern, gleichzeitig die Ansiedlung von Rechenzentren im Areal über eine Änderung des Bebauungsplans ausschließen, schlägt sie vor.

CDU im Frankfurter Römer hofft, dass die Allessa-Mutter den Industriepark kauft

Froh ist die Stadtverordnete, dass die International Chemical Investors Group (ICIG), also die Muttergesellschaft von Allessa selbst für das Areal bieten will. Wenn diese den Zuschlag erhielte, „wären wir auf der sicheren Seite“, sagt Loizides.

Auch die IG BCE hat bereits davor gewarnt, die Zukunft des Industrieparks aufs Spiel zu setzen. Clariant müsse dafür Sorge tragen, dass der Industriestandort erhalten bleibe, sagte Bezirkschef Ralf Erkens jüngst. Wirtschaftsdezernentin Stephanie Wüst (FDP) hatte sich auf FR-Anfrage dagegen deutlich optimistischer geäußert. Der Verkauf biete Chancen „die Zukunft des Industrieparks zu festigen“, sagte sie – und bezog sich dabei offenbar auf das Angebot der Allessa-Muttergesellschaft. Laut Allessa hat das Unternehmen der Stadt schließlich bereits Pläne für eine Weiterentwicklung des Industrieparks vorgestellt.

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