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Frankfurt: CDU fordert Aus für Stadtteil-Pläne an A5

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Von: Christoph Manus

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Die vorbereitenden Untersuchungen für eine mögliche Entwicklung großer neuer Wohnquartiere im Nordwesten von Frankfurt laufen noch. Die CDU will aber nicht länger abwarten.
Die vorbereitenden Untersuchungen für eine mögliche Entwicklung großer neuer Wohnquartiere im Nordwesten von Frankfurt laufen noch. Die CDU will aber nicht länger abwarten. © Michael Schick

Die Entwicklung großer neuer Quartiere im Nordwesten Frankfurts ist nach Ansicht der CDU gescheitert. Sie fordert die Stadt auf, dort stattdessen rasch kleinere Bauflächen auszuweisen.

Die CDU im Römer rückt endgültig von der Entwicklung großer neuer Wohngebiete an der A 5 im Nordwesten Frankfurts ab. Gemeinsam mit SPD und Grünen hatte diese einst dafür geworben, in dem landwirtschaftlich geprägten Gebiet einen großen neuen Stadtteil zu bauen. Ende 2017 hatte das Stadtparlament nicht nur mit Stimmen der damaligen Koalition von CDU, SPD und Grünen vorbereitende Untersuchungen im Areal beschlossen. CDU-Politiker:innen in den Stadtteilen, Nachbarstädten und der Regionalversammlung machten jedoch früh gegen die Pläne Front.

Nun fordert auch CDU-Fraktionschef Nils Kößler die Stadt auf, die Voruntersuchungen einzustellen. Die bisherigen Planungen seien gescheitert, sagt er und weist auf die in der Tat großen Schwierigkeiten für das Vorhaben hin: also etwa Einschränkungen durch Grünzüge, Kaltluftzonen, Wasserschutzgebiete, Achtungsabstände (zu Stromtrassen und der Autobahn), aber auch das Fehlen eines regionalpolitischen Konsens.

CDU Frankfurt: Stadt soll rasch Bau von Wohnungen in Niederursel und Praunheim ermöglichen

Statt die Planungen für eine mögliche Entwicklung von vier Quartieren, in denen nach einer Ideenskizze nach und nach 8600 Wohnungen entstehen könnten, fortzusetzen, sollte die Stadt nun nach Willen der CDU eine Arrondierung der Stadtteile Praunheim und Niederursel ermöglichen. Mit Bebauungsplänen und kleinräumigen Sondergenehmigungen könnten schnell einzelne Neubaugebiete entstehen, heißt es.

Die CDU hält es für möglich, auf diese Weise kurzfristig den Bau von etwa 3500 Wohnungen zu ermöglichen. Hinter dem Paul-Kornfeld-Weg in Niederursel könnten nach ihrer Vorstellung Ein- und Mehrfamilienhäuser, hinter der Rudolf-Hilferding-Straße im selben Stadtteil Reihenhäuser, südlich des Steinbachtals Mehrfamilienhäuser entstehen. Sie wirbt zudem für Mehrfamilienhäuser nördlich des Schönberger Wegs und Reihenhäuser nordöstlich der Stierstädter Straße in Praunheim.

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