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CDU-Basis in Frankfurt rebelliert vor Kreisparteitag

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Von: Florian Leclerc

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Uwe Becker (rechts) und Bettina Wiesmann (links) wollen die Frankfurter CDU künftig führen - zwischen beiden können sich die Delegierten entscheiden. Foto: Michael Schick
Uwe Becker (rechts) und Bettina Wiesmann (links) wollen die Frankfurter CDU künftig führen - zwischen beiden können sich die Delegierten entscheiden. © Michael Schick

Zahlreiche Mitglieder aus der Basis kandidieren beim CDU-Parteitag am 12. März in Frankfurt gegen das Personaltableau des Kreisvorstands.

Frankfurt – Vor dem Parteitag der CDU in Frankfurt am 12. März im Saalbau Zeilsheim, bei dem der oder die Kreisvorsitzende und der Vorstand für zwei Jahre neu gewählt werden, mischt die Parteibasis die Vorschlagsliste auf. Zehn Parteimitglieder kandidieren gegen das Personaltableau, das der CDU-Ehrenvorsitzende Udo Corts zusammengestellt hatte. Es wurde vom amtierenden Kreisvorstand beschlossen.

Die Vorschläge für die Wahl zur Beisitzerin oder Beisitzer kommen aus mehreren Stadtbezirksverbänden. So wird Inge Cromm, die Fraktionsvorsitzende im Ortsbeirat 9, vom Stadtbezirksverband Eschersheim, ins Rennen geschickt. Monika Ehmer von der Klimaunion Frankfurt tritt für die CDU-Niederrad an.

CDU in Frankfurt: Etliche Kampfkandidaturen

Christoph Fay, der stellvertretende Landesvorsitzende des wirtschaftsfreundlichen Parteiflügels Mittelstandsvereinigung (MIT), wird vom Stadtbezirksverband Bockenheim vorgeschlagen. Der Stadtbezirksverband Höchst/Unterliederbach unterstützt den Stadtverordneten Johannes Harsche. Die Junge Union setzt sich für Marius Hegmann ein, ebenso für Ann-Kathrin Hörster, die auch vom Stadtbezirksverband Sachsenhausen unterstützt wird.

André G. Kröger wird vom Stadtbezirksverband Kuhwald/Rebstock zur Wahl gestellt, und Maximilian Kucera von der Jungen Union sowie den Stadtbezirksverbänden Rödelheim/Hausen/Industriehof und Praunheim/Westhausen. Frank Somogyi tritt auf Vorschlag des Stadtbezirksverbands Harheim an, und Naim Yildirim auf Wunsch des Stadtbezirksverbands Nordweststadt/Niederursel.

Die greise Not: Die Frankfurter CDU muss sich verändern, wenn sie wieder Wahlen gewinnen will. Eine Analyse.

Stadtbezirksverbände der CDU in Frankfurt beschweren sich über mangelnde Beteiligung

Die von Udo Corts austarierte Vorschlagsliste sah eine paritätische Verteilung der Posten nach jüngeren und älteren Mitgliedern, Frauen und Männern, den beiden Parteiflügeln MIT und CDA (Christlich-Demokratische Arbeitnehmerschaft) sowie der Jungen Union, der Frauenunion und der Seniorenunion vor. Das wird nun durcheinandergewirbelt.

Den Kampfkandidaturen vorausgegangen war eine Beschwerde von sieben Stadtbezirksverbänden über die mangelnde Beteiligung bei der Aufstellung des Personaltableaus.

Keine Gegenkandidaturen für Kreisvorsitz der CDU in Frankfurt

Keine Gegenkandidaturen sind bislang für den Kreisvorsitz angekündigt. Hier treten Uwe Becker, hessischer Europastaatssekretär, und die frühere Bundestagsabgeordnete und mögliche Nachrückerin in den Bundestag, Bettina Wiesmann, gegeneinander an. Becker hat die Parteiflügel auf seiner Seite; Wiesmann ist bei der Jungen Union beliebt.

Um die Positionen der stellvertretenden Kreisvorsitzenden, des Schriftführers, des Schatzmeisters, der Mitgliederbeauftragen sind bislang auch keine Gegenkandidaturen bekannt.

Offen ist, wie sich Uwe Becker und Bettina Wiesmann im Falle einer Nichtwahl verhalten werden. Wiesmann hat Becker angeboten, ihr Stellvertreter zu werden, was Becker ablehnte. Die Kandidatur als Beisitzer schloss er nicht aus. Wiesmann sagte, sie werde am 12. März entscheiden, ob sie für eine andere Position im Vorstand kandidieren werde, sollte sie von den Delegierten nicht zur Vorsitzenden gewählt werden. (Florian Leclerc)

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