1. Startseite
  2. Frankfurt

Frankfurt: Carsharing vom Hinterhof in den Stadtraum

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Florian Leclerc

Kommentare

Carsharing kann man per App buchen. Foto: Michael Schick
Carsharing kann man per App buchen. Foto: Michael Schick © Michael Schick

Carsharing-Fahrzeuge stehen oft versteckt an Stationen in Hinterhöfen oder Garagen. Die Stadt Frankfurt will das ändern. Auch der Stadtrand soll nicht vergessen werden.

Stationsbasierte Carsharing-Fahrzeuge, die bislang auf Privatgrundstücken in Hinterhöfen oder Garagen parken, sollen künftig auch im öffentlichen Raum verfügbar sein. „Der Magistrat beabsichtigt, interessierten Carsharing-Anbietern die Einrichtung von Carsharing-Stationen im öffentlichen Straßenraum zu ermöglichen und bereitet entsprechende Zuteilungsverfahren vor“, heißt es in einem aktuellen Bericht.

Bei der Zuteilung der Standorte würden Stadtteile in der Innenstadt und am Stadtrand gebündelt vergeben. In der Nähe von U- und S-Bahn-Stationen soll es an Mobilitätsstationen neben Carsharing weitere Angebote geben – etwa Leihfahrräder oder E-Scooter. Die Ortsbeiräte sollen Standorte vorschlagen können. Ladestationen für Elektrofahrzeuge würden bei der Standortwahl mitgeprüft. Allerdings, so räumt der Magistrat ein, könne eine Ausstattung mit Ladesäulen nicht gewährleistet werden. Denn die Stadt baue keine eigene Infrastruktur, sondern setze auf Marktangebote.

Frankfurt bei Carsharing im Mittelfeld

Das „Zweite Gesetz zur Änderung straßenrechtlicher Vorschriften“ hat es Städten ermöglicht, auf Landes-, Kreis- und Gemeindestraßen Stellplätze für Carsharing einzurichten.

Derzeit liegt Frankfurt im bundesweiten Carsharing-Vergleich 2022 laut Bundesverband Carsharing im Mittelfeld auf Platz zehn. In Frankfurt kommen 1,27 Carsharing-Fahrzeuge auf 1000 Personen. Spitzenreiterin in Deutschland ist die Stadt Karlsruhe mit 4,34 Carsharing-Autos auf 1000 Einwohnerinnen und Einwohner.

Die Anbieter Book-n-Drive, Stadtmobil, Flinkster und Share Now sind in Frankfurt aktiv. Außerdem gibt es mit Getaround und Snapp Car Plattformen zur Vermittlung von privatem Carsharing.

Lesen Sie auch: Frankfurt sucht Flächen fürs Carsharing

Auch interessant

Kommentare