Rabatte für Sportvereine

Frankfurt: Per Carsharing zum Auswärtsspiel

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Der Carsharing-Anbieter Book-n-Drive bietet den Frankfurter Sportvereinen künftig Rabatte. Das ist Teil einer Kooperation mit dem Sportkreis.

Sportvereine können sich künftig für einen deutlich reduzierten Preis Kleinbusse oder Autos für die Fahrt zu einem Turnier oder Auswärtsspiel leihen. Das sieht ein Kooperationsvertrag vor, den der Sportkreis Frankfurt und der Carsharing-anbieter Book-n-Drive unterzeichnet haben. Alle derzeit 420 im Sportkreis organisierten Vereine erhalten nach einer kostenlosen Registrierung ein Startfahrguthaben von 30 Euro und Sonderkonditionen. Sie müssen, wie Andreas Hornig, Geschäftsführer bei Book-n-Drive, erläuterte, nur die Hälfte des üblichen Preises für die Fahrzeit bezahlen. Sportlerinnen und Sportler oder Eltern von Sportlern, die sich als Privatpersonen über eine eigens für die Kooperation geschaffene Startseite von Book-n-Drive registrieren, erhalten ein Startguthaben von zehn Euro geschenkt.

Im Amateurbereich gebe es oft das Problem, Eltern zu finden, die eine Mannschaft mit drei oder vier Autos zu den Spielen führen, sagte Helga Roos, die beim Sportkreis Frankfurt das Gallusprojekt betreut. Für den Gewinn des DFB-Integrationspreises 2008 habe das Projekt zwar ein achtsitziges Fahrzeug erhalten. Auch das genüge aber oft nicht, wenn sich Termine überschnitten. Deshalb nutze man schon zehn Jahre Carsharing, buche also etwa zwei Kleinbusse und habe dafür vom Unternehmen Sonderkonditionen gewährt bekommen.

Beitrag für Nachhaltigkeit

Die Kooperation soll dazu beitragen, dass auch die anderen Vereine im Sportkreis mit ihren mehr als 240 000 Mitgliedern auf einfache Weise günstig Fahrzeuge leihen können. Mit der Zusammenarbeit wolle der Sportkreis zudem einen Beitrag für Nachhaltigkeit leisten, sagte dessen Vorsitzender, Roland Frischkorn, am Donnerstag. Ziel müsse es schließlich sein, die Mobilität im Ballungsgebiet nach und nach vom Autoverkehr wegzubringen. Wenn Vereine auf Carsharing setzten, statt sich eigene neue Fahrzeuge anzuschaffen, sei das ein kleiner Beitrag auf dem Weg in diese Richtung.

Als ehemaliger Profisportler kenne er das Problem mit Auswärtsspielen gut, sagte Book-n-Drive-Geschäftsführer Hornig, ein früherer Bundesligabasketballer. Schon deshalb unterstütze das im Rhein-Main-Gebiet verwurzelte Unternehmen den Sportkreis gerne. „Was gibt es Schöneres, als jungen Menschen, die Sport machen wollen, so etwas an die Hand zu geben?“, fragte er. Das Unternehmen spreche auch mit den Sportkreisen Wiesbaden, Darmstadt und Mainz über Kooperationen.

Book-n-Drive bietet mehr als 1100 Fahrzeuge in der Rhein-Main-Region, davon knapp 500 in Frankfurt, und zählt damit laut Hornig zu den größten Carsharinganbietern in Deutschland. Das Unternehmen, an dem Mainova und ABG beteiligt sind, habe 52.000 registrierte Kunden, davon 9000 monatlich aktiv, und sei zuletzt um etwa 20 Prozent im Jahr gewachsen, hieß es.

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