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Alles easy, auch ohne Fahrer.
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Alles easy, auch ohne Fahrer.

Easy-Shuttle

Frankfurt: Bus fährt ohne Fahrer

  • Florian Leclerc
    VonFlorian Leclerc
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RMV und VGF bieten in Frankfurt Probefahrten mit dem Easy-Shuttle auf dem Betriebsgelände in der Heerstraße an.

Frankfurt - Auf dem Betriebshof der Verkehrsgesellschaft Frankfurt (VGF) in der Heerstraße fahren nun zwei fahrerlose Busse. Sie fahren gemächliche 15 Stundenkilometer und bremsen, wenn ein Feldhase über den Asphalt rennt oder ein Gabelstaplerfahrer den Weg kreuzt. Busse ohne Fahrer seien „deutschlandweit einmalig“, sagt Knut Ringat, der Geschäftsführer des Rhein-Main-Verkehrsverbunds (RMV).

Der Fahrer, der in der Fachsprache Operator heißt, sitzt an mehreren Bildschirmen und Tablets in der Leitzentrale, die in einem Betriebsgebäude untergebracht ist, und beobachtet, was im und vor dem Fahrzeug passiert. Auf einem der Bildschirme ist die Strecke zu sehen mit den acht Haltestellen auf dem Betriebshofgelände. Seit Februar fährt das Shuttle, das „Easy“ genannt wird, was für „Electric autonomous Shuttle for you“ steht, bereits mit einem Operator auf dem Betriebshof. Meist dann, wenn wenige Menschen unterwegs sind, in den Abendstunden.

Bus ohne Fahrer wird auch Menschen transportieren

Am letzten Juliwochenende wird das Fahrzeug auch tagsüber unterwegs sein und Menschen mitnehmen. RMV und VGF bieten Probefahrten an, die verlost werden. Die Strecke ist gut einen Kilometer lang. Die Fahrt dauert etwa zwölf Minuten.

Frankfurterinnen und Frankfurter und Menschen aus der Region kennen das Easy-Shuttle vielleicht schon. Am gesperrten Frankfurter Mainkai wurde es mit Operator getestet sowie auf dem Gelände von Kloster Eberbach. In beiden Fällen störte der Straßenverkehr den Betrieb nicht. Anders als in Bad Soden-Salmünster, dort fährt ein solches Shuttle seit etwa vier Wochen zwischen der Salztal-Klinik, der Spessart-Therme und dem Parkplatz Festplatz auf 1,3 Kilometern hin und her, im fließenden Verkehr.

Insgesamt hätten die autonomen Fahrzeuge im RMV-Gebiet schon 28.000 Kilometer zurückgelegt, sagt Ringat. „Und noch nie ist etwas passiert.“ Trotzdem stehe Sicherheit an erster Stelle. Ohne Operator fahren die Busse derzeit nur, wenn sich keine Fahrgäste darin aufhalten.

VGF plant Transport mit fahrerlosem Bus

Es gehe darum, genug Datenmaterial zu sammeln, bis die nächste Stufe - ohne Operator, mit Fahrgästen - erreicht sei, sagt VGF-Geschäftsführer Michael Rüffer. Rechtlich dürften Fahrzeuge ohne Operator noch nicht im Straßenverkehr unterwegs sein. Auf privatem Gelände sei das anders. Die Akzeptanz der autonomen Busse liegt laut Ringat bei gut 90 Prozent, auch ohne Operator.

Derzeit kostet ein solcher Bus 100.000 Euro. Ringat geht davon aus, dass die Preise in der Massenproduktion sinken werden. Dann könnten die autonomen Busse im On-Demand-System zum Einsatz kommen, etwa im ländlichen Raum. „Vielleicht in fünf Jahren plus.“

Probefahrten: Am Samstag, 31. Juli, und am Sonntag, 1. August, gibt es Probefahrten auf dem VGF-Betriebshof, Heerstraße 305. Fahrten werden verlost. Interessierte schreiben bis 25. Juli eine E-Mail mit Wunschtag und Uhrzeit an: easy@rms-consult

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