Bus- und Bahnfahren wird 2020 auch in Frankfurt teurer. Der RMV erhöht die Preise. 
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Bus- und Bahnfahren wird 2020 auch in Frankfurt teurer. Der RMV erhöht die Preise. 

Frankfurt

Bus, Bahn, Strom und mehr: Was sich 2020 ändert 

  • Christoph Manus
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  • Florian Leclerc
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Im neuen Jahr werden die Preise für Bus und Bahn teurer. Weitere Änderungen gibt es bei Wohngeld und Strom.

Der größte Teil der 30.000 Haushalte in Hessen, die Wohngeld beziehen, dürfte vom Jahreswechsel an einen höheren Zuschuss erhalten. Das Wohngeld steigt im Schnitt um etwa 30 Prozent an. Weil die Einkommensgrenzen steigen, werden zudem mehr Haushalte Anspruch auf den staatlichen Zuschuss haben.

Frankfurt: Strom wird teurer 

Wer jetzt schon Wohngeld erhält, muss nichts unternehmen. Die Ansprüche werden automatisiert neu berechnet. Haushalte mit geringen Einkommen, die noch keinen Zuschuss zur Miete bekommen, sollten gleich im Januar einen Antrag stellen. Denn die Leistungen, die allein in Frankfurt 4050 Haushalte beziehen, gelten immer von dem Monat an, in dem sie beantragt wurden.

Strom wird dagegen für viele Haushalte teurer. So hat der Frankfurter Energieversorger Mainova angekündigt, die Preise zu erhöhen. Nach einer Beispielrechnung des Unternehmens zahlen Haushalte mit einem Jahresverbrauch von 2000 Kilowattstunden im Grundversorgungstarif künftig vier Prozent mehr. Teurer wird es auch für Frankfurter Hundebesitzer. Statt 90 Euro im Jahr für den ersten Hund und 180 Euro für jeden weiteren gilt ab 1.1. ein fester Steuersatz von 102 Euro jährlich pro Hund. In Frankfurt sind etwa 18 000 Hunde gemeldet.

Frankfurt: RMV erhöht Preise für Bus und Bahn

Der Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV) erhöht die Preise für Bus und Bahn. In Frankfurt kosten Jahreskarten bei einmaliger Abbuchung künftig 899,60 Euro (2019: 886,10 Euro). Die Jahreskarte ab 9 Uhr in Frankfurt kostet 719,10 (2019: 708,50 Euro). Der RMV ändert die Preise zum 1. Januar 2020. Sie steigen den Angaben zufolge im Durchschnitt um 1,5 Prozent.

Einzelfahrscheine für Erwachsene (2,75 Euro) und Kinder (1,55 Euro) in Frankfurt kosten noch immer dasselbe; die Kurzstrecke wird hingegen günstiger. Erwachsene zahlen ab Januar 1,50 Euro (2019: 1,85 Euro), Kinder 1 Euro (2019: 1,05 Euro). Das Seniorenticket Hessen für Menschen ab 65 Jahren ist künftig für 365 Euro erhältlich. Es gilt ab neun Uhr für Fahrten in der zweiten Klasse. 

Das neue Seniorenticket Hessen Komfort für die erste Klasse und ohne Zeitbeschränkung kostet künftig 625,00 Euro. Schülerinnen und Schüler in Hessen zahlen schon seit 2017 365 Euro im Jahr für das Schülerticket. Die Preise für Wochenkarten (26,50 Euro) und Monatskarten (91,80 Euro) in Frankfurt erhöhen sich leicht.

Künftig ist die Mitnahme von elektrischen Tretrollern in Bus und Bahn erlaubt, Rollstühle und Kinderwagen haben Vorrang.

In Frankfurt wird zudem geplant, die Haltestellen zu begrünen. Doch nicht alle Waartehäuschen eigenen sich dafür. 

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