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Frankfurt: Buntes Gedränge wie vor Corona

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Von: Brigitte Degelmann

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Am Montag öffnet der Frankfurter Weihnachtsmarkt. Mit 207 Ständen auf 1,4 Kilometern Länge ist er einer der größten in Deutschland. Am Roßmarkt soll eine Pyramide zum Blickfang werden.

Erst seit wenigen Tagen amtiert Nargess Eskandari-Grünberg (Grüne) als kommissarische Oberbürgermeisterin von Frankfurt. Doch dass sie einiges anders macht als ihr Vorgänger Peter Feldmann, das will sie schon bei einem ihrer ersten öffentlichen Termine zeigen: bei der Eröffnung des Frankfurter Weihnachtsmarkts am Montag, 21. November, am Römerberg. Sich mit Amtskette zu präsentieren, sei nicht ihr Stil, sagte sie am gestrigen Donnerstag bei der Pressekonferenz. Stattdessen wolle sie mit anderen Menschen den Knopf drücken, um Weihnachtsbaum „Manni“ zu erleuchten – mit Kindern, Senioren, Geflüchteten sowie Vertretern von Polizei, Feuerwehr und vom Rat der Religionen.

Ansonsten wird es beim Weihnachtsmarkt bis 22. Dezember keine Maskenpflicht und keine 2G-Regeln mehr geben, sondern buntes Gedränge wie vor der Pandemie. Rund zwei Millionen Besucher erwarte man, sagte Thomas Feda, Geschäftsführer der städtischen Tourismus+Congress GmbH Frankfurt (TCF). Etwas weniger als vor Corona, als rund 2,5 Millionen Menschen kamen. Schließlich fehlen nach wie vor die Tourist:innen aus Asien.

207 Stände werden sich im Bereich zwischen Roßmarkt, Hauptwache, Friedrich-Stoltze-Platz, Liebfrauenberg, Paulsplatz, Römerberg und Mainkai verteilen, auf einer Länge von 1,4 Kilometern. Damit könne Frankfurt einen der größten Weihnachtsmärkte Deutschlands vorweisen, so Feda. Ein Blickfang: die 16 Meter hohe Weihnachtspyramide auf dem Roßmarkt. Neu ist dort auch ein Märchenwald-Verkehrskindergarten und eine Bühne. Chöre, die dort auftreten wollen, können sich bei der TCF melden. Adventskonzerte sind freitags, samstags und sonntags auch auf der Bühne am Römerberg vorgesehen, jeweils um 17.10 Uhr. Und in der Liebfrauenkirche beginnt zwischen 26. November und 17. Dezember täglich um 19.30 Uhr ein ökumenisches Adventskonzert zum Mitsingen, bei freiem Eintritt, sagte Bezirkskantor Peter Reulein.

In diesem Jahr leuchten im Marktbereich wegen der Energiekrise weniger Lichter als früher: am Weihnachtsbaum nur 4900 LED-Birnen statt sonst 7000. Auch die Temperatur in den Toiletten-Containern wird reduziert. Feda glaubt aber, dass der Weihnachtsmarkt nicht an Atmosphäre verlieren wird.

Wegen der gestiegenen Kosten habe man die Standmiete für bestimmte Sparten um zehn Prozent erhöht, etwa für die Gastronomie, sagt Feda, d er dennoch mit einem Defizit „im unteren sechsstelligen Bereich“ rechnet. Der Schaustellerverband Frankfurt Rhein-Main habe den Standbetreibern aber empfohlen, die Preise trotzdem nicht anzuheben, ergänzte dessen Vorsitzender Thomas Roie. „Der Glühwein kostet bei mir vier Euro – wie 2021.“

Der Berufsverband Bildender Künstler:innen (BBK) Frankfurt veranstaltet einen Künstlerweihnachtsmarkt. Von Mittwoch kommender Woche bis zum 22. Dezember präsentieren sich 51 Künstler:innen bei der Jahresausstellung in der Paulskirche, während beim eigentlichen Weihnachtsmarkt des BBK, vom 2. bis 22. Dezember in den Römerhallen 54 Kunstschaffende ihre Werke anbieten. Eine Sonderausstellung zum Markt beginnt am 1. Dezember im Römerhöfchen, am 6. Dezember ist ein Festakt geplant.

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