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Die Bäume am Rand des Baugebiets.
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Die Bäume am Rand des Baugebiets.

Wohnungsbau

Frankfurt: BUND kämpft um Bäume

  • Thomas Stillbauer
    VonThomas Stillbauer
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„Im Kameruner Rosengärtchen vom Grün her denken“: Geplanter Kita- und Wohnungsbau verdrängt Stadtnatur.

Gegen die geplante Fällung zweier Bäume für einen Neubau zwischen Gallus und Europaviertel hat sich der BUND-Kreisverband Frankfurt ausgesprochen. Die Bäume am Kameruner Rosengärtchen, nahe der Altenhainer Straße, eine Rosskastanie und eine Vogelkirsche, stehen den Plänen für eine Kindertagesstätte und 18 Wohnungen im Weg. Sie sollten eigentlich bereits am 1. Oktober gefällt werden; dies verhinderte jedoch der Protest der Anwohner:innen.

BUND-Vorstand Wolf-Rüdiger Hansen kritisiert, die Frankfurter Baupolitik „denkt nicht vom Grün her, sondern entgegengesetzt nach dem Leitsatz: Baurecht geht vor Baumrecht“. Die Bäume könnten Schattenspender für spielende Kinder sein, wirbt er. Der Ersatz, der an anderer Stelle geplant sei, „brächte aber die ausgeprägte Ökosystemleistung der gefällten Bäume nicht zurück: weder den Schatten, noch die kühlende Wirkung“.

Hundert Meter entfernt liege der Europagarten seit Jahren brach, vertrockneten neugepflanzte Bäume, und am Rosengärtchen würden „gesunde große Bäume willkürlich gefällt. Wie passt das zusammen?“

Hansen fragt, ob der geplante Bau nicht so reduziert werden könne, dass die Bäume verschont blieben. „Könnte man hier nicht einmal beispielhaft vom Grün her denken?“ Über die Erweiterung der ursprünglich geplanten Kita um 18 Wohnungen seien die Anwohner nicht informiert worden, beklagt Hansen. Er sieht auch das Argument widerlegt, die Bäume stünden den Baufahrzeugen im Weg, die für den Neubau benötigt würden: „Kürzlich wurde dort mit einem großen Tieflader ein Bagger angeliefert. Der Tieflader fuhr mühelos rückwärts in diese Zufahrt hinein.“ Die Zufahrt sei also „sehr wohl für größte Fahrzeuge nutzbar“.

Über den Stand der Dinge bei der Baumfällung war in dieser Woche nichts zu erfahren. Die Bauherrin ABG will sich in der kommenden Woche dazu äußern.

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