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Demo zum Erhalt des Fechenheimer Walds und des Teufelsbruchs am 13. November in Frankfurt.
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Demo zum Erhalt des Fechenheimer Walds und des Teufelsbruchs am 13. November in Frankfurt.

Umwelt

Frankfurt: BUND gegen den Riederwaldtunnel

  • Florian Leclerc
    VonFlorian Leclerc
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Der Umweltschutzverband sieht durch den Autobahn-Ausbau in Frankfurt die Vorsorge für künftige Generationen gefährdet. Den Bundesverkehrswegeplan hält der BUND für verfassungswidrig.

Der BUND Frankfurt fordert die politisch Verantwortlichen dazu auf, den Bau des Riederwaldtunnels zu stoppen. Der Autobahn-Lückenschluss zwischen A66 und A661 im Frankfurter Osten, der zur Hälfte im Tunnel liegen soll, widerspreche der ethischen Forderung nach einer Vorsorge für künftige Generationen, teilte Wolf-Rüdiger Hansen aus dem Vorstand des BUND Frankfurt mit.

Der Autobahnausbau konterkariere die geplante parallel verlaufende nordmainische S-Bahn-Linie und sei Teil des laut BUND verfassungswidrigen Bundesverkehrswegeplans. Der BUND Hessen hatte ein Rechtsgutachten eingeholt, das den Bundesverkehrswegeplan als verfassungswidrig einstuft. Der Bundesverkehrswegeplan beschreibe nicht, wie mit den darin aufgeführten Projekten die Klimaziele erreicht werden sollen. Einen Vorrang des Klimaschutzes hatte das Bundesverfassungsgerichts im April betont. Der Riederwaldtunnel ist Teil des Bundesverkehrswegeplans.

Der BUND kritisiert den erwartbaren hohen CO2-Ausstoß, der beim Bau des betonintensiven Riederwaldtunnels entstehen wird. Die Steigerung des motorisierten Individualverkehrs durch die neue Autobahn werde zu mehr Verkehr in Frankfurt führen. Die Ziele der Verkehrswende würden dadurch hintertrieben. Die 477 Millionen Euro, die der Riederwaldtunnel nach aktuellem Stand kosten soll, wären besser in den Ausbau des ÖPNV investiert, so Hansen, etwa für den Bau der parallel zur A66 geplanten nordmainischen S-Bahn nach Hanau. Sie könne den Großteil des Pendlerverkehrs auf dieser Strecke übernehmen.

Für den Tunnel müssten 2,7 Hektar des Fechenheimer Waldes mit alten Bäumen gefällt werden, der zum geschützten Frankfurter Grüngürtel gehöre. Verantwortlich für den Autobahnausbau ist mittlerweile die Autobahn GmbH des Bundes. Der BUND Hessen fordert, alle Autobahnprojekte in Hessen zu stoppen und mit Blick auf Klima- und Naturschutz neu zu bewerten.

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