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Im Frankfurter Bankenviertel gab es im Jahr 2021 keine großen Neuvermietung. Zu größeren Deals kam es dagegen in Eschborn und in Niederrad.
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Im Frankfurter Bankenviertel gab es im Jahr 2021 keine großen Neuvermietung. Zu größeren Deals kam es dagegen in Eschborn und in Niederrad.

Immobilien

Frankfurt: Büroleerstand steigt weiter

  • Christoph Manus
    VonChristoph Manus
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Mehr als eine Million Quadratmeter Bürofläche stehen inzwischen in Frankfurt leer. Die Mieten bleiben dennoch hoch. Und die Maklerhäuser rechnen mit einer steigenden Nachfrage.

Der Büroleerstand in Frankfurt hat in der Corona-Krise stark zugenommen. Nach Zahlen mehrerer Maklerhäuser stehen inzwischen mehr als eine Million Quadratmeter Bürofläche im Marktgebiet, zu dem auch Eschborn und der Offenbacher Stadtteil Kaiserlei zählen, leer. Vor zwei Jahren lag der „marktaktive Leerstand“, den die Maklerhäuser erheben, noch bei etwa 700 000 Quadratmetern. In diese Statistik fließen nur Flächen ein, die innerhalb von drei Monaten nach Vertragsabschluss beziehbar sind.

Nach Beobachtung der Maklerhäuser wächst der Leerstand inzwischen aber langsamer als zuletzt. Sie registrieren zudem eine gestiegene Nachfrage von Unternehmen nach neuen Büros. Nach Zahlen von Colliers wurden trotz der anhaltenden Pandemie bereits im vergangenen Jahr etwa 437 500 Quadratmeter Bürofläche neu vermietet. Das habe die Erwartungen weit übertroffen, heißt es beim Maklerhaus.

Der Bund mietet 2021 die größte Fläche im Büromarktgebiet Frankfurt

Für den größten Deal sorgte die öffentliche Hand. Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle sicherte sich 21 400 Quadratmeter Fläche im geplanten Projekt Börsenplatz in Eschborn. Nestlé schloss einen Mietvertrag über 20 000 Quadratmeter im Projekt Kreisler ab, das in der Nähe des Hauptbahnhofs entsteht. Der Zahlungsdienstleister Wordline Global mietete 15 400 Quadratmeter im Atricom im Lyoner Quartier. Im Bankenviertel gab es dagegen keinen einzigen Abschluss mit mehr als 10 000 Quadratmeter Fläche.

Mit dem Mangel an Deals im besonders teuren Bankenviertel ist nach Beobachtung der Maklerhäuser auch zu erklären, dass die Durchschnittsmiete etwas gesunken ist. Diese liegt mit deutlich mehr als 20 Euro pro Quadratmeter aber immer noch auf hohem Niveau. In der Spitze sind sogar Mieten von gut 45 Euro pro Quadratmeter zu erzielen.

Die Maklerhäuser sind optimistisch: Die Stimmung auf dem Büromarkt Frankfurt helle sich auf

In das neue Jahr blicken die Maklerhäuser trotz der durch Omikron stark ansteigenden Infektionszahlen optimistisch. „Die Stimmung hellt sich auf, mehr Unternehmen suchen nach neuen Flächen“, sagt Nai-Apollo-Geschäftsführer Andreas Wende. Bei Colliers heißt es, Unternehmen hätten zwar wegen mobiler Arbeitskonzepte zum Teil ihren Bedarf an reinen Arbeitsplätzen reduziert. „Gleichzeitig stellen sie ihren Mitarbeitern mehr Fläche für informellen Austausch, spontane Meetings und technisch optimal ausgestattete Videokonferenzräume zur Verfügung“, sagt der Bürovermietungsexperte Stephan Bräuning.

Das Maklerhaus BNP Paribas Real Estate weist darauf hin, dass Projektentwickler trotz der Krise große neue Büroflächen in Frankfurt planten. „Sie kennen und schätzen die Wirtschaftskraft der Stadt und der Region.“

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