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Frankfurt: Bürgeramt in Nieder-Eschbach wird saniert

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Von: Lilli Hövener

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Hier wird umgebaut.
Hier wird umgebaut. © Peter Jülich

Das Bürgeramt soll barrierefreier werden und mehr Raum für Mitarbeiter:innen bieten. Eine Wiedereröffnung ist zum Jahresende geplant.

Anfang dieses Jahres wurde der Umbau des Bürgeramts in Nieder-Eschbach bekanntgegeben, das sich im alten Rathausgebäude befindet. Das Gebäude muss fast vollständig saniert und modernisiert werden. Kosten in Höhe von 800 000 Euro sind für den Umbau veranschlagt.

Dabei ist die Lage in Frankfurts Bürgerämtern auch weiterhin prekär. Denn neben dem Rathausgebäude in Nieder-Eschbach, das nun monatelang nicht benutzbar ist, sind seit Pandemiebeginn auch die Frankfurter Außenstellen Kalbach, Nieder-Erlenbach, Fechenheim und Harheim geschlossen. In den kleinen Außenstellen hätten keine Sicherheitsabstände garantiert werden können und aufgrund des Personalmangels sei es sinnvoller, die Mitarbeiter:innen gebündelt in der zentralen Stelle einzusetzen. Das sagt Eileen O’Sullivan (Volt), Stadträtin im Dezernat für Digitalisierung, Bürger:innenservice, Teilhabe und EU-Angelegenheiten, die die Umbauarbeiten in Nieder-Eschbach erstmals besichtigt. Mittlerweile hoffe man aber, bald über die Öffnung der Frankfurter Außenstellen zu sprechen, das habe für die Stadträtin Priorität.

Auch die baldige Öffnung des Bürgeramts Nieder-Eschbach wird herbeigesehnt, um die Lage in den Frankfurter Ämtern zu entzerren. Zum Jahresende soll das Gebäude wieder nutzbar sein, was auch Architekt Jan Kavan bestätigt. Trotz aktueller Schwierigkeiten in der Materialbeschaffung, die dem Ukrainekrieg geschuldet seien, liege man noch gut im Zeitplan.

Durch den Durchbruch zu einem benachbarten Anbau kann das Bürgeramt nun sechs Bedienplätze unterbringen anstatt der bisherigen vier. Die geplante Ausstattung der Innenräume birgt keine großen Überraschungen, man wolle hier funktional bleiben, sagt Frank Seidl vom Bürgeramt Frankfurt. Bis zum Umbau musste die Stelle in Nieder-Eschbach ohne barrierefreie Zugänge und Toiletten auskommen, das ändert sich jetzt. Anstelle des bisher eher versteckt liegenden Eingangs an der Seite des Gebäudes werde der neue Eingang zur Straße ausgerichtet und mit einem Plattformaufzug ausgestattet, erklärt Seidl. Ein „Facelift“ für das Gebäude, der auch zu mehr Barrierefreiheit führt.

Man habe beim Planen des Umbaus einen Fokus auf ökologische und bürgernahe Aspekte legen wollen, sind sich die Stadträtin und Seidl einig. Deswegen sollen fünf Fahrradständer und ein Grünstreifen neben dem Gebäude platziert werden und auch der beliebte Bücherschrank soll bestehen bleiben.

Solange die Bauarbeiten noch im vollen Gange sind, werden die Nieder-Eschbacher:innen sich wohl weiterhin mit ihren Anliegen an das Zentrale Bürgeramt wenden müssen. Bleibt zu hoffen, dass das Amt Nieder-Eschbach pünktlich zum Jahresende seine Türen öffnet.

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