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Frankfurt: Bündnis fordert eine Überprüfung des Bundesverkehrswegeplans

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Von: Florian Leclerc

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Eine sechs Meter hohe Lärmschutzwand wurde für den Ausbau der A66 im Stadtteil Riederwald errichtet. Foto: Renate Hoyer
Eine sechs Meter hohe Lärmschutzwand wurde für den Ausbau der A66 im Stadtteil Riederwald errichtet. Foto: Renate Hoyer © Renate Hoyer

Berücksichtigt der Bundesverkehrswegeplan die Belange des Umweltschutzes in ausreichender Weise? Das Bündnis Verkehrswende Frankfurt bezweifelt das und fordert eine Überprüfung.

Das Bündnis Verkehrswende Frankfurt fordert den Bund dazu auf, den Bundesverkehrswegeplan unter den Aspekten von Umwelt- und Naturschutz zu überprüfen.

„Der Bundesverkehrswegeplan geht immer noch von mehr Individualverkehr aus, dabei müsste die Anzahl der privaten Pkw drastisch reduziert werden,“ sagte Bernhard Altert vom Bündnis Verkehrswende. „Alle Maßnahmen müssen jetzt auf den Prüfstand.“

Der Bundesverkehrswegeplan versammelt alle Infrastrukturprojekte des Bundes zu Autobahnen, Schienenwegen und Wasserstraßen. Insgesamt 264,5 Milliarden Euro will der Bund dafür ausgeben. Für den Ausbau der A66 bis zum Jahr 2031 in Frankfurt sind momentan etwa 600 Millionen Euro angesetzt. Zuletzt hatte sich das Projekt wegen der allgemeinen Preissteigerung verteuert. Der aktuelle Bundesverkehrswegeplan läuft bis 2030. Das Bundesverkehrsministerium hat ihn aufgestellt. Die Bundesregierung beschloss ihn 2016.

Veranstaltungen am Wochenende

Außerdem sieht das Bündnis Verkehrswende die Stadt Frankfurt in der Pflicht, aus Umweltgründen Fahrten mit dem Auto unattraktiver zu machen. Dazu trage die Ausweitung von Tempo 30, eine Verringerung von Fahrspuren, ein Wegfall von Parkplätzen auf dem City- und Anlagenring bei.

Am Bündnis Verkehrswende beteiligen sich unter anderem die lokalen Gruppen von BUND, Greenpeace, Attac, Ende Gelände, Fridays for Future, das Aktionsbündnis unmenschliche Autobahn, die Bürgerinitiative Riederwald, Koalakollektiv, Naturfreunde, Parents for Future und Wald statt Asphalt.

Für Samstag, 8. Oktober, 14 Uhr, rufen die Initiativen zu einer Demonstration unter dem Motto „Wald retten, Klima schützen, Fecher bleibt“ auf. Treffpunkt ist um 14 Uhr an der Eissporthalle. Der Zug führt zum Fechenheimer Wald.

Für Sonntag, 9. Oktober, 14 Uhr, laden mehrere Initiativen zum Spaziergang im Fechenheimer Wald ein. Treffpunkt ist gegenüber der U-Bahn-Station Kruppstraße. Der Aktivist Michael Koch spricht über „Indigenen Widerstand und Klimakrise“.

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