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Frankfurt: Brotfabrik-Rettung rückt näher

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Von: George Grodensky

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Politik und Initiativen kämpfen um den Erhalt der Brotfabrik in Hausen.
Politik und Initiativen kämpfen um den Erhalt der Brotfabrik in Hausen. © Christoph Boeckheler

Stadt entwirft Bebauungsplan, der die kulturelle Nutzung sichern soll. Außerdem verhandelt die Kommune weiterhin über einen Ankauf des Areals.

Einen weiteren Baustein zum Erhalt der Frankfurter Brotfabrik hat die Stadtregierung auf den Weg gebracht: den Aufstellungsbeschluss für den Bebauungsplan Nr. 943 – Südöstlich Bachmannstraße. Sobald die Stadtverordnetenversammlung zustimmt, kann die Verwaltung einen Bebauungsplan erarbeiten, der die Kultur-Institution und übrige soziokulturelle Nutzungsmischung auf dem Areal (Gastro, Praxen, Büros, WGs) planungsrechtlich sichert und konkurrierende Nutzungen einschränkt

„Mit dem Bebauungsplan schaffen wir ein weiteres planungsrechtliches Instrument, um die Entwicklung auf dem Areal der Brotfabrik und seiner Umgebung präziser zu steuern“, sagt Planungsdezernent Mike Josef (SPD). Der räumliche Geltungsbereich des Entwurfs hat eine Fläche von 0,76 Hektar und umfasst das Gelände der Kultureinrichtung sowie die unmittelbar südlich angrenzenden Grundstücke. Bislang gibt es für die Nachbarschaft eine Erhaltungssatzung. Seit März ist das Brotfabrik-Ensemble auch als Kulturdenkmal ausgewiesen.

Welle der Solidarität

Im Januar war bekannt geworden, dass ein Investor das Ensemble erwerben und womöglich abreißen und dort Wohnungen errichten wolle. Es folgte eine Welle der Solidaritätsbekundungen quer durch Gesellschaft und Politik.

„Wir wollen sowohl den Spielraum für eine gezielte Weiterentwicklung eröffnen als auch Nutzungen mit verdrängender Wirkung einschränken“, sagt Mike Josef nun.

Herausragende Bedeutung für Hausen

Das soziokulturelle Zentrum mit seinen ergänzenden Nutzungen lasse sich aufgrund der engen baulichen Strukturen nicht an andere Orte im Zentrum Hausens verlagern. „Die Brotfabrik hat eine herausragende Bedeutung für den Stadtteil und soll daher am bestehenden Standort erhalten werden.“

Einen weiteren Schritt zur endgültigen Rettung des Kulturzentrums planen unterdessen die Dezernentinnen für Kultur und für städtische Liegenschaften, Ina Hartwig und Sylvia Weber (beide SPD). Die Stadt verhandele weiter mit der Eigentümerin der Brotfabrik über einen Ankauf, sagen sie. Die Gespräche verliefen konstruktiv. sky

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