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Frankfurt: Breite Zustimmung für Messe-Rettung

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Von: Christoph Manus

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Stadt Frankfurt und Land Hessen wollen der Messe Frankfurt mit einer Finanzspritze von bis zu 250 Millionen Euro helfen.
Stadt Frankfurt und Land Hessen wollen der Messe Frankfurt mit einer Finanzspritze von bis zu 250 Millionen Euro helfen. © Renate Hoyer

In der Opposition im Landtag und im Frankfurter Römer gibt es Unterstützung für die geplante Finanzspritze für die Messe Frankfurt. Aber auch den Wunsch nach Bedingungen.

Die von der Stadt Frankfurt und dem Land Hessen geplante Finanzspritze für die in finanzielle Not geratene Messe Frankfurt von bis zu 250 Millionen Euro stößt auch bei den Oppositionsfraktionen im Landtag und im Römer auf Zustimmung. Die Eigenkapitalerhöhung, der die Frankfurter Stadtverordnetenversammlung und der Haushaltsausschuss des Landtags noch zustimmen müssen, scheine geboten, um die Zukunft der Messe zu sichern, sagt Michael Müller, Fraktionschef der Linken im Frankfurter Römer. Zumal diese für Frankfurt von herausragender Bedeutung sei. „Sie fungiert nicht zuletzt als große Arbeitgeberin für die Menschen in der Region und für die Gesamtwirtschaft in Frankfurt, vom Taxigewerbe, über die Gastronomie bis hin zum Einzelhandel.“

Die Gesellschafter sollten nach Ansicht der Linken im Römer ihre Hilfe für die Messe aber an Bedingungen knüpfen. Zum Beispiel müssten betriebsbedingte Kündigungen ausgeschlossen werden. Das Unternehmen müsse zudem „jenseits von Hochglanzmessen versuchen, ein zukunftssicherers Angebot zu schaffen“.

FDP im Landtag sieht großen Investitionsbedarf bei der Messe Frankfurt

Für die FDP im Landtag bezeichnet Stefan Naas die Eigenkapitalerhöhung als dringend notwendigen „Rettungsring“. „Damit sich die Messe langfristig über Wasser halten kann, braucht es aber auch Investitionen, damit Frankfurt nicht den Anschluss verliert“, sagt der wirtschaftspolitische Sprecher der Fraktion. „Die Landesregierung muss jetzt dringend einen Plan vorlegen, um die Messe zukunftsfit zu machen.“ Investieren müsse die Messe etwa in digitale und hybride Veranstaltungsformate und in die IT-Infrastruktur wie digitale Ticketbuchungssysteme.

Die Messe Frankfurt hat seit Ausbruch der Coronakrise massive Probleme. Fast alle Messen, Kongresse und Veranstaltungen fielen wegen der Pandemie aus, wurden verschoben oder fanden in kleinerem Rahmen statt. Für die Jahre 2020 und 2021 hat sie jeweils dreistellige Millionenverluste ausgewiesen.

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