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Gezeigt wurde, wie Blinde sich durch den Alltag bewegen.
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Gezeigt wurde, wie Blinde sich durch den Alltag bewegen.

Sehbehinderung

Frankfurt: Blinden Menschen den Alltag erleichtern

  • Steven Micksch
    VonSteven Micksch
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Ein Aktionstag an der Frankfurter Hauptwache zeigt, welche Hindernisse es auf Frankfurts Wegen geben kann. Besonders E-Fahrzeuge sind häufig ein Problem.

Langsam tasten sich die drei Männer voran. Sie haben jeweils einen Blindenstock in der Hand und eine Brille vor den Augen. Dadurch erleben sie, wie sich ein blinder Mensch im Alltag bewegt. An einer Straßenlaterne versuchen sie eine dort befestigte spezielle Nummer mit den Händen zu ertasten. Ein schwieriges Unterfangen, wie sie hinterher berichten.

Das Angebot war am Mittwochnachmittag Teil einer Aktion an der Hauptwache, mit der die Frankfurter Stiftung für Blinde und Sehbehinderte gemeinsam mit dem Blinden- und Sehbehindertenbund in Hessen, der Polizei Frankfurt und dem Dialog-Museum für mehr Rücksichtnahme im täglichen Umgang mit blinden und sehbehinderten Menschen im Allgemeinen warben. Im Speziellen ging es um problematische Situationen im Verkehr.

„E-Scooter stellen ein neues Problem dar“, berichtete Konrad Schneider von der Stiftung für Blinde und Sehbehinderte. Zum einen höre man die durchaus schnellen Fahrzeuge nicht, wenn sie angefahren kommen, zum anderen stehen oder liegen die elektrisch betriebenen Roller an vielen Stellen auf dem Bürgersteig und meist sogar mitten auf dem Weg. All das könne zu Verunsicherung in einem eigentlich vertrauten Umfeld führen.

Bianca Bertrams von der Frankfurter Servicestelle des Blinden- und Sehbehindertenbunds ist von Geburt an blind und kennt die Situation mit den E-Scootern. „Feste Stellplätze wären gut“, sagte sie im Gespräch mit der FR. Sie wies auch darauf hin, dass E-Autos bei langsamen Geschwindigkeiten lautlos und deshalb schwer für Blinde zu erfassen sind. Sie ist froh, dass neuzugelassene Wagen über ein Acoustic Vehicle Alerting System verfügen müssen. Ein besonderes Problem sei zudem, dass viele Menschen, etwa am Bahnhof, Dinge auf das Blindenleitsystem am Boden stellen.

Andreas Enzmann vom Stiftungsvorstand erklärte: „Wir wollen mit der Aktion für solche Situationen sensibilisieren. Meist kann man den Menschen im Alltag mit einfachen Dingen helfen.“

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