Dieses Mädchen findet die Idee einer Stadt der Kinder schon mal klasse.  
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Dieses Mädchen findet die Idee einer Stadt der Kinder schon mal klasse.

Nachwuchs

Frankfurt: Bildung ist ein Recht der Kinder

  • Steven Micksch
    vonSteven Micksch
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Das Kinderbüro startet eine Plakatkampagne und eine Umfrage zu Corona.

Mit roter Schrift auf knallgelbem Grund und stets mit Maskottchen Fuzzi darauf: So präsentieren sich seit neustem zahlreiche Litfaßsäulen in den verschiedenen Frankfurter Stadtteilen. Alle weisen auf die Aktion „Stadt der Kinder“ hin, die in diesem Jahr durch Corona zwar so gesehen nicht stattfinden kann, aber ganz unsichtbar wollte das Kinderbüro eben auch nicht bleiben.

Leiterin Susanne Feuerbach und ihr Team hatten überlegt, was sie in dieser Zeit tun können. Mit den großen Plakaten auf die Rechte von Kindern hinweisen war eine Maßnahme. Ein zweite hat unmittelbar mit der Pandemie zu tun. Das Kinderbüro hat eine Umfrage gestartet, bei der Kinder über die vergangenen Wochen und die aktuelle Situation nachdenken sollen. Auf der Internetseite des Kinderbüros können dann Texte, Videos, Bilder, Geschichten oder Sprachnachrichten hochgeladen werden. Nach vier Wochen soll dann geschaut werden, was die Frankfurter Kinder eigentlich über Corona denken.

Dass dabei durchaus überraschende Erkenntnisse zutage kommen können, erklärte Bildungsdezernentin Sylvia Weber (SPD) bei der Präsentation der Plakatkampagne. Eine kleine Umfrage unter Kindern aus Bergen-Enkheim habe gezeigt, dass die Kinder in den vergangenen Wochen am meisten Platz vermisst hatten. Ausreichend Raum zum Spielen oder im Freien waren durch die Einschränkungen Mangelware. „Man muss die Kinder fragen, um ’rauszufinden, was sie wirklich brauchen und vermissen“, sagte Weber.

In diesem Jahr liegt der Fokus der „Stadt der Kinder“-Aktionen auf dem Recht auf Bildung, das in den UN-Kinderrechtskonventionen verankert ist. Das sei Zufall, passe aber perfekt in die aktuelle Situation. Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD) ergänzte: „Bildung ist ein hohes Gut, das momentan viele bewegt.“ Er sagte weiterhin, dass Frankfurt mit seinen kostenfreien Angeboten für Kinder bereits eine Stadt der Kinder sei.

Weber erinnerte daran, dass Kinder auch an außerschulischen Orten lernen. Man solle die vergangenen Wochen mit Unterricht zu Hause nicht klein reden. Viele Eltern hätten Großartiges geleistet.

www.kinderbuero-frankfurt.de

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